Moderne Reformation Deutschland

Drei Blickfelder der Darlegenden Predigt

Juni 25, 2009 · 1 Kommentar

imagesAuf der ganzen Welt werden jeden Sonntag zahlreiche Predigten gehalten. Was geschieht, oder sollte geschehen, während ein Prediger das Wort Gottes verkündet? Es gibt viele Arten von „Reden“, die als Predigt bezeichnet werden. In den besten Fällen ist die Bibel vorhanden; doch reicht ein Redner auf einer Kanzel, mit einer geöffneten Bibel nicht aus, um die notwendigen Bedingungen zu erfüllen. Obwohl viele Predigten mit einer Textstelle aus der Bibel beginnen, schweifen diese oft zum Ende hin von dem eigentlichen Sinn genannter Textstellen ab. Man kann mit der Bibel ebensoviel Schaden wie Heil anrichten.

In diesem Artikel möchte ich vorschlagen, dass „darlegende Predigten“ ein Standard zum Wohle der Gemeinden werden sollte. Um diese Behauptung zu begründen, möchte ich  definieren was eine „darlegende Predigt“ ist. Sie ist ein Wechselspiel zwischen drei Hauptdomänen, welche ich im Folgenden theologisch auf den Grund gehen will.

Drei Blickfelder: In Richtung einer Definition der darlegenden Predigt.

John Stott schlug vor dass die Arbeit eines jeden Predigers sei, zwei Blickfelde zu vereinigen. Das, der Bibeltexte und das der Welt des Zuhörers. Dies ist der Grundstein der darlegenden Predigt. Die Arbeit eines Predigers beinhaltet zunächst die Exegese der Bibelstelle, dann auch die Arbeit diesen mit der gegenwärtigen Welt zu verbinden. Stott behauptet dass die „darlegende Predigt“ sich mit zwei Überzeugungen auszeichnet. (Der Bibeltext ist zugleich inspiriert und muss erklärt werden). Aus zwei Pflichten besteht       (die Treue zum Text und die Empfindsamkeit zur Welt). Und zwei Erwartungen hat, (daß Gott sprechen wird und dass seine Leute antworten werden). (1)

Jedoch sind den zwei Blickfeldern Stotts ein drittes und genauso wichtiges hinzuzufügen- Die Kirche. Somit tut die darlegende Predigt nicht nur den Text mit der Welt vereinen, sondern den Text mit der Kirche und der Welt.(2) Die Arbeit des Predigers ist es die Zeitachse der biblischen Geschichte zu „bereisen“, dabei immer wieder das biblische Drama zwischen Gott und zu ihm im Bund stehenden Leuten, als wichtigstes Element zu erkennen. Die darlegende Predigt versucht die Botschaft des Evangeliums so gut wie möglich den Gläubigen und der restlichen Welt zuveranschaulichen.

Die drei Blickfelder,Text, Kirche und Welt sind während der darlegenden Predigt im Wechselspiel. Der Text sollte den haupsächliche Inhalt der darlegenden Predigt ausmachen. Dies verbietet es die Bibelstelle nur am Anfang zu erwähnen während der rest der Predigt aus persöhnlichen Meinung des Predigers besteht. Die Kirche gibt den Gläubigen einen Ort andem er das Wort Gottes hören kann und erinnert Prediger daran daß ihre Arbeit nicht darin besteht „Außenstehende“ anzulocken eher die Leute in der Kirche zu trösten und zu unterweisen.

Die Drei Blickfelder und die Predigt

Die darlegende Predigt bezieht ihren Inhalt aus der Bibelstelle. Dies ist so offensichtlich dass es leicht in Vergessenheit geraten kann. Doch ist das Folgende zu beachten. Erstens, nur die Bibel unterscheidet die Kanzel von einer Plattform für Volksredner. Die Bibel ist die Authorität die jeder Fürsprecher Gottes bei der Predigt braucht. Die darlegende Predigt ist zwar im Dialog mit Text, Kirche und Welt, doch für sie sind diese keine gleichwertigen „Gesprächspartner“.

Gott selbst spricht durch die Worte der Bibel und das Ziel der Predigt sollte die Begegnung mit Ihm sein. Aus diesem Grund, sind ein Bußetuender Gläubiger, eine getröstete Gemeinde, oder ein anbetender Bekehrter alle berechtigte Ziele der Predigt. Keine dieser Ziele sind erfüllbar ohne der Überzeugung daß was der Text besagt, die Worte Gottes selbst sind. Diese Überzeugung dient auch dem Zweck die Authorität der Bibel und die des Predigers zu unterscheiden. Das Vorherige ist theologisch berechtigt durch die Ontologie der Bibel , das Letztere geht gegen alle „darlegende Predigten“, indem sie die Botschaft mit dem Boten ersetzt.

Die darlegende Predigt muß sich mit der mannigfältigen Sammlung von Schriften mit unterschiedlichen Genren und vielerlei Homiletischen Herausforderungen auseinandersetzen. Die Bibelstelle garantiert dass darlegende Predigten aus den Klageliedern Jeremias anders sind als die Predigten aus den Römerbrief. Die Form der Bibelstelle bestimmt den Inhalt der Predigt. Eine gute Predigt setzt sich mit Fragen auseinander wie: Sollte eine erzählerische Bibelstelle eine erzählerisch gepredigt werden oder nicht? Wie kann man am besten Gedichte oder Klagelieder, Tragödien und Satiren darlegen? Der Text schränkt den Prediger ein, die Worte, die einst an einem Zeitpunkt der Heilsgeschichte auf einer besonderen Weiste gesprochen wurde zu wiederholen so daß man sie auf ein Neues wieder höhren, fühlen und darauf reagieren kann.

Zweitens ist die darlegende Predigt für die Kirche. Wir können falsch über unsere Kirche denken, und somit über das Predigen in der Kirche, wenn wir die Kirche an einem falschen Zeitpunkt in der Geschichte zuordnen. Lassen Sie mich bitte erklären. Viele Diskussionen über wie die Kirche aussehen sollte sind abhängig von dem Standpunkt der Kirche heute: von einer nachchristlichen, westlichen, postmoderenen, relativistischen, pluralistischen usw. Daraus folgt dass unser Verständniß über die Kirche von unserer Kultur beeinflußt wurde. Wir definieren die Kirche von uns aus und bestimmed ob sie „traditionell“, „seeker-sensitive“, „Emergent“ oder „post-konservativ“ usw. ist. Doch die Bibel geht von der Welt aus um die Kirche zu definieren. Ein Grossteil des NT sieht die Kirche als ein eschatalogisches Außenposten indem Gott alles was im Himmel so auf Erden ist vereint unter der obersten Leitung Jesu Christi (Eph. 1:10). Gott hat durch Christus die „Mauer“ zwischen Juden und Heiden zerstört und ist jetzt dabei seine mannigfältige Weisheit zu offenbaren indem er Juden und Heiden in der Kirche vereint. Dies ist ein Zeichen für die Authoritäten im Himmel daß Gott eines Tages das gesammte Kosmos vereinen wird (Eph. 3:10). Die Kirche ist die neue Menscheit Gottes, ein Beispiel der zukünftigen Schöpfung. Ein Zeugnis dass alles unter der ewigen Herrschaft des Königs Jesus Christus untergebracht wird.

Da die darliegende Predigt an Leute gerichtet ist, deren Dasein von der kommenden Welt bestimmt ist, importiert sie ständig Realitäten aus der nächsten Welt um Sinn aus dem Gegenwärtigen zu machen. Die Lehre über die Kirche garantiert dass die Predigt and die „auserwählten Fremdlinge“ (1 Pet. 1:1) gerrichtet ist und dass sie herausfordert „gerecht und fromm in dieser Welt zu leben und zu warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilands Jesus Christus.“ (Titus 2:12-13). Die Predigt für die Kirche gründet ihre ethischen Imperative in der eschatologischen Realität des kommenden Gerichts und des versprochenen Belohnung (2 Pet. 3:11-14). Sie interpretiert das Leid als eine Teilnahme an dem Seufzen der Schöpfung, welche auf ihre Erlösung wartet in der Hoffnung dass unsere Denn ich bin überzeugt, „dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll“ (Röm. 8:18-21).  Dies bedeutet auch daß die Verkündigung des Evangeliums nicht nur ein „Ticket“ zum Himmel anbietet. Die Lehre der Kirche garantiert dass die darlegende Predigt eine ganz neuen Weg für den Menschen in seiner Beziehung zu Gott anbietet.

Die Schöpfungslehre ist auschlaggebend hier. Die Schöpfung verstärkt das dritte Blickfeld der Welt. Die von Gott geschaffene und gehörende Welt bietet die Strukturen der Denkweise, Sprache und Rationalität an, die notwendig sind um die göttliche Ansprache zu verstehen. In mancher Hinsicht stammt die darlegende Predigt aus der Welt. Francis Watson zeigt, dass die Kirche keine „in sich gekeherte, unabhängige Sphäre ist, da ihre Mitglieder den soziolinguistischen Raum der ihr ganzes Leben durchdringt niemals komplett entziehen können.“ Daraus folgt daß alle Ausdrücke des Glaubensartikel immer Teil des gegenwärtigen Mediums von Kommunikationsweisen sind. In der Tat, kann das Evangelium nur durch das Medium der Sprache kommuniziert werden.(3). Aus dieser Wahrheit folgt, dass die Schöpfungslehre erfordert die Bibel in alle Sprachen der Welt zu übersetzen. Sie erfordert auch dass die Sprache des Predigers in das einundzwanzigste Jahrhundert gehört und nicht in das Siebzehnte.

Wenn der Prediger die Welt theologisch angeht, so ermöglicht es ihm die Bibelstelle mit der Kultur zu verbinden. Einerseits kann er die Kultur als Gott gegeben und gut ansehen, und andererseits kann er die Welt in ihrer Rebellion und Distanzierung zu Gott ansprechen. Der Prediger sollte sich bemühen der Welt zuzuhören und die Bibelstellen mit ihrem Freud und Leid zu vereinen. Der Prediger sollte verstehen wie sich die Welt “fühlt”, “argumentiert, und denkt. Besonders welche Einwände sie gegen das Evangelium hervorbringt. Solch ein Zuhören kann dazu führen dass die Form der Predigt eine andere Gestalt annimmt. Z.b. viele in der Nach-Christlichen Kultur sind einem authoritären Prediger skeptisch eingestellt. Wenn man die Probleme des epistemischen Relativismus ernst nimmt so wäre es besser die Einzelnen Denkschritte mit der Gemeinde teilt bevor man zu einer Behauptung kommt. So wird nicht nur behauptet aber auch gezeigt wie man auf diese Behauptung gekommen ist. Dieser Gestalt der Predigt kann es Den Prediger ermöglichen nicht die Befürchtungen gegenüber Auhtoritären Gestalten zu vermeiden und die Zuhörer dazu einzuladen für sich selbst die Bibelstelle zu untersuchen. Eine solche darlegende Predigt unterlaubt es der Gemeinde passive und gedankenlos zu werden. Zu Leuten, die sich von Anderen erzählen lassen wie und was sie zu denken haben.

Diese Vorgehensweise sollte auch den Gebrauch von Illustrationen und Answendungen der Predigt regulieren. Sie sind keine überflüssigen Beiträge zu wichtigen Themen der Theologie. Eher, verliert die darlegende Predigt das Recht Anwendungen als nachträglichen Einfall zuzufügen. Sie ist allerdings auch keine Lizens die Predigt mit gegenwärtigen und neumodischen Ideen unserer Kultur aufzupeppen. Eine Anekdote bezüglich der Welt, die zeigt wie Gott und das Evangelium Sinn aus dieser Welt macht. Eine Gemeinde bemerkt sehr schnell ob ein Prediger in derselben Welt wie sie lebt.

Es gibt mindestens zwei Reaktionen gegenüber einem Prediger, der sich in der Welt nicht auskennt. Die Erste, zeigt sich darin dass die Gemeinde allmählich den Geist aufgibt, da sie das Evangelium nicht mit ihrem Lebensraum verbinden kann. Die Predigt wird sozusagen zu einer halbstündigen Reise in die ausserirdische, unverständliche Welt der Theologie. Die zweite Reaktion ist eine Art von Augeben. Da die Predigt zu weltentfremdet erscheint denken sich einige in der Gemeinde dass sie nur für eine klevere Elite von Geistlichen gedacht ist. In solchen Fällen, wird die Gemeinde nicht nur weltfremd sondern auch gelangweilt. Denn wenn Glaübige ihr gegenwärtiges materielles Dasein als ungeistlich bezeichnet, so verliert sie Ihre Hoffnung auf das Meterielle daß uns in der Zukunft erwartet.

Die Drei Blickfelder und der Prediger

Darlegende Predigten werden von Personen gestaltet und überliefert. Das Verhältnis zwischen den drei Blickfeldern spielt eine wichtige Rolle in der Predigt. Bei darlegende Predigten muß der Prediger eine Reihe von theologisch notwendigen Standpunkten gegenüber der Bibelstelle, der Kirche und der Welt vertreten.

Erstens, ist eine gute darelgende Predigt, eine die von einem demütigem und geduldigen Prediger stammt. Anthonz Thiselton hat gezeigt dass der “hermeneutische Kreis” wertvoll ist, um die Bedeutung der Bibelstelle herauszufinden. Thieseltons Begriff ist nicht so gut wie Grant Osbornes “hermeneutische Spirale”. (4). Wenn der Prediger die Bibelstelle liest bringt er gewisse Prämisse mit sich, die den Blickfeld der Stelle beeinflussen. Wie dem auch sei ist die Bibelstelle imstande diese persönlichen Prämisse des Predigers umzugestalten, so daß eine gründliche Unterusuchung der Bibelstelle sich der originalen Bedeutung immer mehr annähert. Fast so wie in einem Gespräch mit einem Freund.

Für den christlichen Prediger ist dies nicht nur eine hermeneutische sondern auch eine theologische und moralische Sache. Lukas 1:2 bezeichnet die ersten Augenzeugen Jesu Christi als “Diener des Wortes”. Die Einstellung ist demütig gegenüber etwas Größerem. Darlegende Predigten erfordern daß der Prediger es zulässt seine Einstellungen gegenüber der Bibelstelle von ihr konfrontieren zu lassen. Ähnlich stellt Paulus sein eigenes Kirchenamt, als eines, daß den geheimen Dingen, deren man sich schämen muß, entsagt hat. Und dass sie nicht in Arglist wandeln, noch verfälschen das Wort Gottes verfälschen (2 Kor. 4:2). Daraus folgt dass das verfälschen des Wort Gottes eine Möglichkeit ist. Der Prediger sollte dem bewusst sein und bevor er spricht gut zuhören.

Theologische Prinzipien wie diese müssen die Praxis auf tiefster Ebene beinflussen, sogar wie der Prediger seine Woche organisiert und prioritisiert. Immer wieder Zuhören braucht seine Zeit. Viel Zeit. Die bedeutet dass ein Prediger der seine Zeit zum vorbereiten der Predigt nicht behütet, am Sonntag eine Predigt vermitteln wird, die das Produkt von jemandem ist der redet bevor er zugehört hat. Das die Details ignoriert und vieles übersehen wird.

Zweitens erfordert die darlegende Predigt vom Prediger eine Reihe von Stellungnahmen gegenüber der Kirche zu nehme die sich auf die Textstelle begründet. Stott hat eine gute Gliederung einiger Pfarramtlicher Metaphern aufgewiesen. Es gibt zwei Beispiele, zum einen gibt es die domestische Metapher des “Verwalters” (1 Kor 4:1, Titus 1:7), mit Dingen anvertraut die zum Wohle anderer sind. Zum anderen gibt es die Familienmetapher des Vaters (1 Kor, 4:15), eine Verantwortungsrolle mit liebevoller Führung. (5) Im Zusammenhang des Kirchenamts welche andauernd das Volk Gottes anspricht, müssen die Einstellungen dieser Beziehungsmetaphern die Umgangsweise des Predigers diktieren. Die Predigt sollte niemals auf sich selbst fixiert sein noch zu überheblich. Eher vertrauens- und liebevoll. Auf diese Weise wird die pfarramtliche Praxis mit der öffentlichen Anrede verbunden sodaß der Prediger seine Arbeit nicht nur als eine Vermittlung einer Predigt versteht sondern darin anderen Mesnschen, mit Hinblick auf das Evangelium im christlichen Charakter zu wachsen.

Einer der imposantesten Predigten, die ich in den letzen Jahren zu hören bekam war vom 1 Thessalonikerbrief 2:17-3:13. In diser Stelle offenbart Paulus seine Zuwendung zu der Gemeinde, die er gestartet hatte. Somit ist Paulus ein gutes Beispiel für die Liebe zu anderen Gläubigen. Er tat sie immer an erster Stelle. Doch dies allein war nicht der Grund warum die Predigt so beeindruckend war. Der Prediger selbst wusste was es bedeutete sich nach anderen Gläubigen zu sehnen. Ohne die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, wurde das Leben des Predigers ein Zeugnis, für die Nachricht, da alle Zuhörenden wußten wie sehr sich der Prediger in Wirklichkeit bemühte sich um seine Gemeindemitglieder außerhalb der Kanzel zu kümmern. An dieser Stelle brach die Eschatologie, nicht nur durch die Lehre sonder das Leben des Predigers ein. (1 Thess. 3:13). Es ist traurig daß Viele den Gastsprecher der jede Woche wo anders predigt, mehr respektieren als den Prediger der an einer Stelle bleibt. Traurig für die Gemeinde dessen Pfarrer es mehr liebt auf der Konferenz zu predigen als daheim. (1 Thes. 3:19-20).

Der Prediger sollte auch imstande sein sich auf andere Umgangsweisen einstellen zu können. Derek Tidball erwähnt den Botschafter, Athlet, Bauer, Narr, Pilot, Abschaum und Hirte. (6) Solche Metaphern kommen aus den Beziehungen zu neuen Gläubigen und drückt die biblische Art des christlichen Wachstums und der Reife aus. Um ein letztes Beispiel zu nennen, die Vorschrift Peters in 1 Peter 5:2 zu den Älteren. “Hütet die Herde Gottes, die bei euch ist, nicht aus Zwang, sondern freiwillig, Gott gemäß, auch nicht aus schändlicher Gewinnsucht, sondern bereitwillig.“ Aus diesem Verse sehen wir dass die Herde nicht den Predigern gehört sondern Gott. So wurde sie ihnen anvertraut und sie haben auf die Gemeinde aufzupassen bis Christus wiederkehrt. Richard Baxter drückte diese Wahrheit aus wie folgt:

Oh so laßt uns die Argumente Christi erhöhren, wenn wir uns gleichgültig fühlen. “ Bin ich für diese Seelen gestorben? Solltest du nicht auf sie aufpassen? Wie kleinlich ist Deine Arbeit im Vergleich zu Meiner!”…Wenn wir unsere Gemeinden anschauen, laßt uns daran erinnern, daß sie mit dem Blute Christi erlöst wurde. Wir sollten sie deshalb immer mit tiefem Interesse und Zärtlichkeit ansehen. (7). Wie sieht ein tiefes Interesse und Zärtlichkeit aus? Weniger Zeit damit verbringen Frustrationen auszulassen, die sich von Gemeindemitgliedern anhäufen. Vielleicht weniger bloggen und Blogs von Leuten zu lesen, die wir niemals treffen um mehr Zeit mit den Gemeindemitgliedern zu verbringen.

Und auch ist es gut eine Reihe von Welteinstellungen zu besitzen, die aus der Bibelstelle herauskommen. Diese sind auch notwendig für die Darlegende Predigt. John Stott bietet erneut zwei Metaphern an. Die des Vorboten und des Zeugen. Paulus sagt daß wir Christus als gekreuzigt predigen sollen, und das Prediger als verboten von Gott benutzt werden um die Glaubenden zu erlösen (1 Kor. 1:21-23). Stott sagt, dort wo die Arbeit des Aufwärters darin liegt den Haushalt Gottes zu ernähren, so liegt die Arbeit des Vorboten darin, die gute Nachricht an die ganze Welt zu verkünden. (8). Wenn die darlegende Predigt zur Welt gebracht wird, indem sie die Sprache der Welt spricht, so distanziert sie sich auch von ihr. Diese Distanz ist nicht moralisch überheblich, sondern einfach notwendig. Der Prediger ist der Botschafter, der die Authorität des Senders besitzt.

Stott zeigt daß der Vorbote als Prediger weder die Welt anziehen soll ohne Nachricht, noch die Nachricht übermitteln soll ohne Anziehung. (9). Das Erste versucht die Gemeinde zu manipulieren, ohne sie mit dem Evangelium zu konfrontieren, (10) das Letztere ignoriert die Metapher des Predigers als Botschafter. “So sind wir nun Gesandte an Christi Statt, indem Gott gleichsam durch uns ermahnt; wir bitten für Christus: Laßt euch versöhnen mit Gott!“ (2 Kor 5:20). Es geht bei der Anziehung nicht darum Information zu übertragen, eher die Zuhörer zu einer Beziehung mit Gott zu bringen.

Schlussfolgerung

Ich möchte nicht den Eindruck erwecken daß die Theologie der darlegenden Predigt das letzte Wort gesprochen hat. Auch nicht dass praktische Punkte wie Stil oder Präsentation belanglos sind. Im Gegenteil, es ist möglich ein solides Verständniss über das Besprochene zu besitzen und gleichzeitig die Gemeinde nicht zu Tode zu langweilen. Wie auch immer, Ich habe versucht zu zeigen, daß das Blickfeld der Bibelstele, der Kirche und der Welt eine Überblick das Predigen bietet, selbst wenn sie nicht in alle Details eingeht. Sie gibt dem Prediger ein gutes Grundgerüst für eine gute Predigt. Sie nimmt die Sicht von sich selbst weg zu den Worten den Heiligen Gottes. Zu Menschen, die von Gott erlöst werden und zu einer Welt die Gott gehört. Diese Überzeugungen sind imstande, eine gute darlegende Predigt zu schaffen.

1 John Stott, The Contemporary Christian: An Urgent Plea for Double Listening (Leicester: IVP, 1992), 362, 512-15.

2  This vision of the theological (and hence homiletical) task is suggested by Francis Watson, Text, Church and World: Biblical Interpretation in Theological Perspective (Edinburgh: T&T Clark, 1994).

3  Watson, 9.

4  Anthony C. Thiselton, New Horizons in Hermeneutics: The Theory and Practice of Transforming Biblical Reading (London: Harper Collins, 1992), 221-36; Grant R. Osborne, The Hermeneutical Spiral: A Comprehensive Introduction to Biblical Interpretation (Downers Grove, IL: IVP, 1991).

5 John Stott, The Preacher’s Portrait (Leicester: IVP, 1961).

6  Derek J. Tidball, Builders and Fools: Leadership the Bible Way (Leicester: IVP, 1999).

7  Richard Baxter, The Reformed Pastor (The Banner of Truth Trust, 1974), 131-32.

8  Stott, The Preacher’s Portrait, 29.

9 Stott, The Preacher’s Portrait, 48-52.

10  Stott, The Preacher’s Portrait, 49.

→ 1 KommentarKategorien: christus in einer postchristlichen Kultur

Die Kultur und der Christ

Juni 11, 2009 · Kommentar schreiben

imagesKultur ist einer dieser nervtötenden, paradoxen Konzepte die jeder versteht so lange man sie nicht definieren muss. Wenn das definieren beginnt, wird plötzlich das scheinbar Klare unklar. Kultur ist schwer zu weil es vielstimmig ist. Sie kennzeichnet und deutet Beziehungen zwischen scheinbar unverbundenen Dingen an. Wir wissen intuitiv was Kultur ist und leben jeden Moment innerhalb ihrer Grenzen, doch niemals sehen wir deutlich die Realität welche das Wort identifiziert. Anthropologen, die das Fach der Kultur prioritiseren, ringen immer noch mit diesem Konzept.

Bereits 1952, erarbeiteten die Anthropologen Kroeber und Kluckhohn (1) eine Liste mit mehr als 150 Definitionen für Kultur. Viele Anthropologen und Textbücher benutzen immer noch als Anfangspunkt E.B. Taylors Definition von 1871. Er definierte Kultur as „das komplexe Ganze welches Wissen, Glaube, Kunst, Moral, Gesetzt, Sitte und jegliche andere Fähigkeit und Angewohnheiten die der Mensch als Teilnehmer der Gesellschaft angeeignet hat, beinhaltet. (2)  Diese bietet eine hilfreiche wenn auch vage Abgrenzung an. Wenn man sie an Geertz späteren Definition zusammenfügt so verschärft sich das Bild: „Kultur ist besser nicht betrachtet als Komplexität der Konkreten Verhaltensmuster, Sitten, Traditionen, und Angewohnheiten wie es bis jetzt von vielen definiert wurde sondern eine Reihe von Kontrollmechanismen, Plänen, Rezepte, Regeln und Programme um Verhalten zu regulieren.“(3) In derselben Studie entwickelt Geertz die Definition und fügt seine berühmte Beobachtung ein, „der Mensch ist ein Tier dass in Netzen der Bedeutung aufgehängt ist welche er selbst geschaffen hat. Kultur sind diese Netze.“(4)

In diesem Sinne, wurde den Anthropologen verdeutlicht dass „Kultur“ und „Kulturen“ kein Ding ist dass man definieren und unveränderlich eingrenzen kann. Wir können nicht zu einem Artefakt zeigen und sagen „das ist Kultur.“ Das Artefakt ist eher Teil der Kultur, nur mit Bedeutung innerhalb des Kontexts als ganzes. Wie sehr auch analytische Konzepte „Kultur“ und „Kulturen“ helfen sollen, sind sie dennoch abstrakte Ideen in unseren Köpfen. Jüngste Definitionen erlauben für mehr Unordnung: “ Kulturen sind nach allem, kollektive, unordentliche Sammlungen die durch Glauben und Einstimmungen beglaubigt und nur in einer Krise fokussiert und systematisiert wird nach der Tatsachte.“ (5) So ist Kultur nicht gegeben eher etwas dass nach und nach entdeckt wird.“(6)

Für Anthropologen fließt die Kultur aus den Bedürfnissen der allgemeinen Menschheit.(7) Sie ist ein anpassende Antwort zu den Aufgaben des Lebens. Kultur ist also ein komplexes, dynamisches System von Aktionsmuster und Interaktionen die von einer Gruppe in einer bestimmten Umgebung locker geteilt wird. Kultur ist ein System von Symbolen und deren Bedeutungen, die von einer Gruppe geteilt wird, welches es ihnen ermöglicht Erfahrungen zu interpretieren. Weder das System noch die Bedeutungen sind fixiert, jedoch sind sie nicht ganz ohne Muster. Die Grenzen sind undeutlich jedoch bindend. Die Komponenten des Systems und den Leuten die sie verkörpert wirken aufeinander ein und sind im Wettstreit innerhalb des Systems. Bedeutungen und Muster werden ausgehandelt, angefochten und sind. Kultur ist zugleich das Produkt, und in vielerlei Hinsicht, der Produzent der Leute.

Der Begriff „Kultur“ wie er in der Umgangssprache verwendet wird, ist nicht sehr hilfreich analytisch gesehen. Für den Nicht-Sachkundigen, dient Kultur als eine Erklärung („das ist nur ihre Kultur“). Doch für Anthropologen, ist die Kultur ein Ding dass erklärt werden muss.

Während der ganzen Geschichte, gab es die komplexe Beziehung zwischen Gläubigen und deren Gesellschaften. Sogar im Westen, ist die Beziehung zwischen Christen und Kultur mit Zwiespalt gefüllt. Niebuhrs klassisches „Christ and Culture“ (Harper & Row, 1956) untersucht die unterschiedlichen Beziehungen.

Kultur könnte man in einiger Weise als „christlich“ bezeichnen (z.B. einige Kulturen sind weder muslimisch noch buddhistisch.) Doch dies ist irreführend. Nicht die Kulturen sondern die Leute machen individuelle Gläubige aus, die in einer Beziehung zu dem lebendigen Gott in Jesus Christus stehen. Amerika könnte man als christlich vertstehen, doch viel von der amerikanischen Kultur rennt gegen biblische Ideale. Die Nutzbarkeit in einem lauwarmen christlichen Milieu wie in unserem zu leben, ist für den Einzelnen in einer Glaubensbeziehung mit dem Schöpfer lebenden fraglich.

Berücksichtigt man dies innerhalb unserer, nur dem Namen nach christlichen Kultur, so gibt es immer noch die soziale Erwartung in kirchlichen Aktivitäten teilzunehmen. Die Recherche hat konsistent gezeigt, dass obwohl nur 20 bis 30 Prozent aller Amerikaner Sonntags zur Kirche gehen, ca. 60 Prozent aller Amerikaner von sich behaupten zur Kirche gegangen zu sein. (8) Dies erinnert uns an den gewaltigen Einfluss der kulturellen Erwartungen auf ihre Teilnehmer. Wir sind naiv, wenn wir glauben dass Leute solche Aktivitäten aus purer „Glaubensverantwortlichkeit“ besuchen.

Unsere Kirchen sind Produkte von Raum und Zeit. Heutzutage, sehen unsere Kirchen, mit ihren beeindruckenden und aufwendigen Programmen und angeschwollenen Haushaltsplänen, ungleich der Kirche im ersten Jahrhundert. Unsere kirchlichen Institutionen befinden sich „kulturell“ in einem Kontext. Weder der Kontext noch die Kirche hat zuvor so ausgesehen, und wir könnten uns bald in einem anderen Kontext befinden.

Kirchlichen Institution werden in Zukunft wahrscheinlich ganz anders auszusehen. Doch sind diese Institutionen nicht gleich unserem Glauben. Wir dienen dem Einen der unseren Raum und Zeit (unserer Kultur) transzendiert. Vielleicht wird die Kirche auf Erden aufhören eine zeugungsfähige Kraft innerhalb unseres kulturellen Kontexts zu sein. Und dies ist nicht anhaftend eine spirituelle Tragödie. Wir haben keine Garantie, dafür dass unsere kirchliche Institution fortfahren wird. Doch die Kirche wird es. Die christliche Kirche wird fortfahren mit oder ohne die Sanktion der Kultur. Da die Kirche keine Institution ist. Sie ist eine Gemeinschaft von Gläubigen, die vom Geist berufen und zusammengesammelt ist.

Kultur besteht aus Personen. Wir erschaffen sie, halten sie aufrecht, rechtfertigen und modifizieren sie. Jedes Mal wenn man den Erwartungen seiner Kultur folgt, erhält man sie aufrecht. Jedes Mal wenn man sie herausfordert, gegen ihren Strich geht, modifiziert man sie. Wir bleiben in einer Art im Dialog mit unserer Kultur (in einer dialektischen Beziehung)in welcher wir zugleich Produzenten und Produkt der Kultur sind. Manchmal, empfinden wir eine einseitige Konversation, doch es ist der Fall, dass die sozialen Prozesse nun mal so sind, dass Stimmen, egal wie sehr sie in der Minderheit sind, die Bewegungsbahn beeinflussen.

Unsere Kultur scheint zunehmend feindlich (weniger sympathisch) gegenüber der Christenheit zu werden. Wir sollten erwarten dass die Kirche mehr marginalisiert während sie „weniger gebräuchlich“ für die Kultur wird. Aber wollen wir dass die Kirche gebräuchlich wird für die Kultur? Wollen wir dass sie benutzt wird? Es gab niemals eine gemütliche Beziehung zwischen der Christenheit und Kultur. Es scheint, dass die Kirche, durch diese kulturellen Billigungen, genauso viel zu verlieren als zu gewinnen hat. Machtgefüge innerhalb spezifischer Kulturen haben bereitwillig die Religion für ihre eigenen ruchlosen Zwecke hinzugefügt. Die christliche Kirche auf Erden hat in unterschiedlichen Zeiten dies oft nicht wahrgenommen, mit ihr zusammengearbeitet oder sogar angestiftet.

Wir brauchen allerdings keinen kulturellen Segen um Christ zu sein. In den U.S.A sollten wir weder von unseren Nachbarn erwarten wie wir zu sein noch in unserer Art und Weise Gott anzubeten. Unsere Nation ist auf einer fundamentalen Trennung gebaut zwischen unserem konstitutionellem Schutz des religiösen Pluralismus und den auschliessenden Ansprüchen der Christenheit. Wir sollten unsere grössere Kultur skeptisch betrachten.

Während Christen die kulturellen Veränderungen diskutieren- z.B. eine Antwort zu unserer kulturellen Bewegung die homosexuelle Heirat zu legalisieren- sollten wir uns daran erinnern, dass nur eine Generation zuvor die Sünde der Scheidung und der Wieder Heirat ein kulturelles Tabu war. Jetzt sind diese akzeptiert. Die gesellschaftliche Toleranz für Sünde sollte nicht so nah an der Besorgnis des Christen liegen als seine eigene Toleranz für die Sünde, welche seine Kultur sanktioniert hat.

Ohne Rücksicht auf den kulturellen Kontext, müssen wir das Werk Gottes, dass er uns anvertraut hat, fortführen. Das bedeutet für Einige von uns, dass wir organisiert die Kultur beeinflussen indem wir öffentliche Politik anpressen, gegen Anträge wählen und gegen schlechte Politik protestieren. Für andere von uns bedeutet es, sich daran zu erinnern dass unsere Interaktion mit den antagonistischen, nicht-christlichen Kollegen „unsere Nachbarn“ sind, die wir zum Dienst berufen sind.

Es gibt keinen „kontextlosen“ christlichen Glauben. Der christliche Glaube wird in einem kulturellen Milieu, mit ihren Eigenheiten, Vorlieben, Gelegenheiten und Beschränkungen ausgelebt. Christen können gegen sie ankämpfen oder ihren Einschränkungen unterliegen, doch der Christ ist niemals frei von ihren Grenzen. Es ist leicht den Fehler zu begehen gemütliche Behauptungen unserer eigenen Kultur für universelle Wahrheiten anzunehmen. Wir tun gut nicht in unsere Kultur zu vertrauen, sondern eher sie zu testen, um diese lokalen Eigenschaften die das Ultimatum anfordern, wahrzunehmen.

1 Alfred L. Kroeber and Clyde Kluckhohn, Culture: a Critical Review of Concepts and Definitions; Papers of the Peabody Museum of American Archaeology and Ethnology, Volume XLVII, No. 1 (Cambridge: Harvard University Press 1952).

2  Edward Burnett Tylor, Primitive Culture: Researches into the Development of Mythology, Philosophy, Religion, Art, and Custom (Gordon Press: New York 1974 [1871]),

3  Clifford Geertz, The Interpretation of Cultures (New York: Basic Books, 1973), 44.

4  Geertz, 5.

5 Barbara Myerhoff, Number Our Days (New York: Simon and Schuster, 1978), 10.

6 Edward Sapir, Philip Sapir, Regna Darnell, and Judith T. Irvine, The Collected Works of Edward Sapir. 4. Ethnology (The Hague: Walter de Gruyter, 1994), 310.

7 Sapir, 204.

8 See for example, „Weaker Faith,“ 6-09-08 Sightings, published online by the Martin Marty Center at the University of Chicago Divinity School.

Keine Biografie des Verfassers verfügbar.

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Dieser Artikel erschien ursrpünglich in der Zeitschrift Modern Reformation, Ausgabe: „Christ in a Post-Christian Culture“ Jan./Feb. Vol. 18 No. 1 2009 Seite 23-24 und wurde mit Genehmigung übersetzt und hier veröffentlicht. Für mehr Information über Modern Reformation, www.modernreformation.org oder  800-890-7556. Alle Rechte urheberrechtlich geschützt.

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Das Leben in der Matrix

Juni 5, 2009 · Kommentar schreiben

the-matrix

In 1996 erschien Samuel Huntingtons sehr einflussreiches Buch „The Clash of Civilizations and the Remaking of the World Order.“ Der alte Konflikt zwischen der marxistischen Ideologie und dem westlich demokratischem Kapitalismus, so Huntington, ist am verschwinden. Die Parteien des Konflikts werden ersetzt durch neue und andere Anspannungen. Diese seien nicht länger ideologisch sonder eher zivil. Im Zentrum dieser Konflikte steht die Religion.

Nach dem Angriff auf das World Trade Center und Pentagon am elften September, 2001, scheinen Huntingtons Worte auf einer schauerlichen Weise vorhersagerisch. Islamische Fanatiker eröffneten tatsächlich Krieg auf dem „christlichen“ Westen mit Zielsetzung auf ihre symbolische Quelle der Macht. Obwohl seine These einerseits in Erfüllung geraten zu sein, war es andererseits Realitätsfremd. Ist der Westen „christlich“? Dass ist kaum der Fall, egal wie elastisch wir das Wort „christlich“ verstehen. Heutzutage, wurde Europa von jeglicher christlicher Präsens beraubt. Nur die leerstehenden Kirchen und Kathedralen erinnern uns an dem was dort einmal war. Dies gilt auch für Kanada, Neuseeland und Australien. In all diesen Ländern schwankt die Besucherzahl des Gottesdiensts am Sonntag zwischen zwei und fünf Prozent der Gesamtbevölkerung. Es ist außerhalb des Westens wo der christliche Glaube wächst, zumindest numerisch, und nicht im Westen. Christenheit keimt auf in Afrika, Lateinamerika und in einigen Teilen Asiens.

In den Vereinigten Staaten ist die Besucherzahl der Kirche größer als in anderen westlichen Ländern. Nicht im vierziger bis fünfziger Bereich wie es oft in den letzen Jahren von Gallup- und anderen Meinungsumfragen berichtet wurde sondern eher um die zwanzig Prozent. Trotzdem, geht es dem christlichem Glauben etwas besser in den U.S.A als in Europa, wo sie immer noch versucht sich zu aufrechtzuerhalten in einer höchst komplexen, modernisierten Kultur die technologisch und wohlhabend in ihrer Gestalt und postmodern in ihrer Stimmung ist.

Die Kirche nimmt an dieser Kultur teil, muss sich allerdings von ihr unterscheiden. Sie ist verwurzelt in dem unveränderlichen Christus, muss jedoch in einer immer verändernden Welt leben und kann sich ihrer nicht entziehen. Dies ist leicht gesagt, wie wir alle wissen, aber schwer umzusetzen. Wie auch immer, ich möchte hier einen kleinen Anfang machen.

Kultur

Es gab mal eine Zeit, als Leute Kultur mit Shakespeare, Bach und Michelangelo verstanden. Hohe Kultur war anschaulich, die Art die imstande war den Gedanken zu erhöhen und die ästhetischen Sinne zu befriedigen. Aber Heutzutage denken wir anders über Kultur. Wenn jemand über Kultur redet, denken wir über oberflächliche Wellen unserer Gesellschaft, die Mode, an dem was grad kommerziell getrieben „in“ ist und in einer atemberaubenden Geschwindigkeit kommt und geht. Barna und viele seiner Kollegen in der Meinungsforschung sind über dieses neue Verständnis fasziniert. Wenn Kultur nicht mehr das Hohe ist, sollten wir betonen dass sich Kultur aber auch nicht mit Trivialitäten befasst.

Nein, wir sollten sie als ein Alternativ-Verständnis der Realität betrachten, eine Weise den Sinn des Lebens auszulegen, welche den Zustand „normal“ für Menschen in diesem Kontext definiert. Die Bedeutung wird uns nicht immer vorbuchstabiert, aber oft wird sie vermittelt durch Vermutung und nicht durch bewertetes Gedankengut. Sie wird sowohl durch Kontakt als auch im Gespräch kommuniziert. Sie begegnet uns in den eingehüllten Bildern in Kinos, DVD´s und Werbungen. Sie gestaltet eine Netzwerk eines fabrizierten Verständnis am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft und in Niemandsland des Internets. Sie ist die Matrix. Sie ist durch- und aufdringlich. Und sie ist zunehmend global, und erscheint uns in ähnlicher Gestalt in New York, Paris, Bombay, oder Shanghai.

Vor einigen Jahren, hatte ich eine Gelegenheit das Masai-Dorf in der Ebene am Kilimandscharo zu besuchen. Die Einwohner hatten keine Elektrizität, kein fließendes Wasser, keine Zeitung, kein Fernseher, und keine Supermärkte. Sie lebten zusammen mit ihrer Viehherde und den Raubtieren die in der Steppe  nach Beute suchten. Unser Führer zeigte uns an einem  höheren teil des Berges, eine Wurzel. „Dies,“ sagte er, „ist unser Viagra.“ Wie wahrhaftig seine Aussage war, weiß ich nicht. Aber eins war unverkennbar: die Kraft eines Markennamen, nimmt weltübergreifend zu. Die kommerzielle Kultur ist fähig in die abgelegensten Orte zu penetrieren.

Obwohl es der Fall ist dass wir in der ganzen Welt den selben Produkten begegnen- einige Fastfood-Branchen, die selbe Bluejeans und T-shirts, Filme und Konsumier-Impulse, die selben TV-Kultur, Werbung, Asphalt und Verschwendung, sind all diese lokal gefärbt. Zunächst vom Westen mir ihrer langen Dominanz der Aufklärung und nun von ihrer zusammengestürzten Bauschutt.  Der Zerfall hat einige erstaunliche Rückschläge hervorgerufen in der Art und Weise wie wir denken.

Der Kern der Denkweise der Aufklärung, zumindest in Amerika, wurde von dem Humanistischen Manifest gehört und veröffentlicht in 1933. Das Universum, so das Manifest, existiert von sich selbst, das Übernatürliche ist ein Mythos, soziale Gesundheit ist das Ziel des Lebens und die menschliche Natur beinhaltet alles was wir brauchen um dieses Ziel zu erreichen. In einer späteren Revision, nahm sie eine mehr militante Stellungnahme gegenüber den Religionen und religiösen Autoritäten. Diese Einstellung ist jene, die wir heutzutage, viele Jahre später von den „Neuen Atheisten“ wie Richard Dawkins, Daniel Dennent, Sam Harris, und Christopher Hitchens- zu hören bekommen. Alle Verfasser von Bestsellern. Sie sagen, dass wir jetzt genug wissen um jegliche Gottheiten zu töten und ein Leben frei von aller Gewaltherrschaft und Ignoranz der religiösen Autoritäten zu leben. Warum diese Bücher solch eine hohe Resonanzquote besitzen ist fragwürdig, da der Prozentsatz der Atheisten in Amerika, im vierer Bereich stagniert. Wie auch immer, die gegenwärtige Situation ist wahrscheinlich zu subtil um von den Meinungsforschern erfasst zu werden. Nuancierter sind Fragen die unterschiedliche Formen des Agnostizismus einzuschließen würden, vielleicht die Zahl näher mit der in Europa bringen, mit 18%.

Doch ist es wie mit den meisten Philosophien in der Moderne, dass wenn diese Ideen ihre Brutkästen der Gedanken der westlichen Elite, intellektuellen Kreise verlassen und in die breite Gesellschaft hinausfliessen, sie einiges an ihrer Scharfkantigkeit verlieren. Sie finden aber auch immerwieder neue Anhänger.

Heute sind diese Ideen in einigen wichtigen Ablagen unsere Hollywoodgesellschaft, in der Presse der Elite, und in der Akademie versteckt- Sie haben eine ganze Reihe von Einstellungen erzeugt. Zentral ist der Gedanke dass Gott und das Übernatürliche für das Wohl der Gesellschaft abgegrenzt werden muss. Gott, oder das Übernatürliche sind komplett irrelevant für das was wichtig für die Gesellschaft ist und schadet unserer Autonomie. Diese säkulare und humanistische Impulse haben sich jedoch weiterentwickelt. Besonders in den1980igern und 1990igern war das Argument dass Religion in die Privatsphäre gehört, und dass unser öffentliches Leben mit nicht-religiösen reguliert werden müsse gültig. Dies ist ein sehr anziehendes Argument in allen Gesellschaften im Westen aufgrund der Immigration, ob legal oder illegal, die eine Vielzahl von unterschiedlichen Religionen mit den neuen Zuwanderern mit sich brach. Gewiss, ist dies der Grund warum Amerika im Moment als die diverseste religiöse Nation der Welt erscheint. Nach welchen religiösen Ideen, sollen wir unser Allgemeinleben richten? Nach den islamischen? Buddhismus? Christenheit? Unsere zunehmende religiöse Mannigfaltigkeit hat ironischerweise, denjenigen die jegliche religiöse Ideen von der Öffentlichkeit als potentiell spaltend ansehen und verbannen möchten, unterstützt.

Während der 1970iger und 1980iger, waren Christen besessen mit dem Sieg über den säkularen Humanismus. Jedoch, wendete sich der Strom unerwartet und hatte wenig mit den Bemühungen christlicher Apologeten zu tun. In der Tat, in 2006 indiziert eine Kirchenumfrage dass 69% aller Beteiligten glauben dass die „Liberalen“ zu weitgegangen sind als sie Gott von der Schule und der Regierung ausschlossen. Doch diese Einstellung verblasst im Vergleich zu der plötzlichen Überflutung von der Bedeutung der Spiritualität in den Funkwellen, Bücherläden und dem Arbeitsplatz. In Wirklichkeit hat sich die flache, horizontale, säkularisierte Weltanschauung der Aufklärung erschöpft. Nach ihrem Ende in einem offensichtlichem Bankrott, brach der menschliche Geist aufwärts, nackt, leer und allein, suchend nach einem größeren Sinn des Lebens, einer Realität die sich von Kaufhäusern, Asphalt, Kauf und Verkauf und dem unablässigen Pablum des Fernsehers, und all dem Zeug unseres Alltagsleben in dieser hoch modernisierten Welt zu bieten hat.

Im Jahr 2000, berichteten Meinungsforscher, dass 80 Prozent der Amerikaner sich momentan als spirituell bezeichneten; ein überraschender Fund. Nach der Aufklärungsdogma, sollten alle westlichen Länder von solch einer infantilen Neigung fortgeschritten sein. Natürlich beinhaltet diese Zahl auch die Religiösen, doch zu diesen 80 Prozent gehören viele nicht-religiöse Befragte. Und so wurde das Mantra, „spirituell doch nicht religiös  Teil unserer eigenen Sprache. Wir hören es im Fernseher, von unseren Nachbarn, und von unseren Hollywoodstars. Was von diesen neulich bewussten spirituellen Leuten abgelehnt wird sind Wahrheiten die göttlich offenbart wurden. Lehren die diese Wahrheiten stichhaltig formulieren, ethische Maßstäbe die nicht selbstentstanden sind, und Erwartungen dass eine Spiritualität Hand in Hand mit einiger Beteiligung in einer Gruppe gehen sollte, z.B einer lokalen Kirche. Wenn jemand das Spirituellsein ernst nimmt, sagt die neue Weisheit, dass man nicht „religiös“ auf einer altmodischen Art sein möchte, da sie die Entdeckung und den Selbstausdruck hemmt. Seit dieser Verschiebung im Gedanken hat sich das Spiel verändert.

Es ist nicht übertrieben zu behaupten dass diese Wende der Spiritualität viele Christen verirrt hat. Sie denken immer noch vermittels der beendeten Kämpfe mit Atheisten und Säkularisten, und identifizierbare Feinde die der Christenheit aufgestellt sind. Jetzt aber, plötzlich, realisieren sie dass sie es mit etwas komplett anderem zu tun haben. Mit Guerillakrieg führenden, zivilbekleideten und als Freunde und Alliterierte posierenden Etwas. Dies lies viele Evangelikale benebelt in der Dunkelheit.

Und es ist vielleicht eine Erklärung des hörbaren Aufatmen der Abhilfe, als der Neue Atheist in den 1990igern die Hauptzeilen der Nachrichten auftauchte. Hier war zumindest ein identifizierbarer Feind, der deutlich bereit war zu kämpfen und der folglich zu bekämpfen war.

Doch der Grund selbst war dabei sich zu verlagern. Mit Hinblick auf das Evangelium, wie unterschiedlich sind die Neuen Atheisten wenn man sie mit Islam oder Hindus vergleicht? In 2008, sagte Robert Schuller dass Islamische Imams Christus unwissend dienten. Er hatte, natürlich die Katze aus dem Beutel gelassen. Sein selbstfokussiertes religiöses Verständnis war schon immer einleitend liberal. Aber es endete als ein leeres Strohblasen im Wind. Die Evangelikalische Welt als Ganzes ist momentan am dahin schwimmen wenn es um die ganze Reihe der Spiritualitäten geht die sie jetzt begegnet.

Die alten säkularen Humanisten waren anti-religiös, anti-spirituell, offenkundige Gegner. Die neuen Spirituellen sind keine „Antis“ nur anti- Gott, der transzendent und objektiv ihnen gegenüber steht und zu dem sie rechenschaftspflichtig sind.  Sie sind chamäleonartig und so war es einfach, besonders für Evangelikale deren Glaube viel von ihrem Lehrgerüst verloren hatten, sie als Freunde und potentielle Alliierte zu sehen in ihrem Streit gegen Unglaube, obwohl sie zwei verschiedene Sprachen sprechen konnten. Und dies in der Tat wurde zur intuitiven Strategie vieler Marketing-Mega-Kirchen. Sie trällern in diesen neuen, spirituellen Gewässern um die Abnehmer der Botschaft der Spiritualität anzuziehen, welche nicht lehrmässig, nicht kirchlich ist, mit ethischen Maßstäben die äußerlich aushandelbar sind aber all dies, obwohl es als Christlich bezeichnet wird, ist nichts anderes als unsere diffuse kulturelle Spiritualität. Und die „Emergents“, die selbst Marketing aber für eine jüngere Generations-Nische, Erfinder und Nachfolger Hybels sind, werden viel zu „großzügig“ in ihren Gedanken als Orthodox. Sie sind oftmals empört über diejenigen, die andere Religionen und Spiritualitäten „beurteilen“- herrscht hier keine Ironie vor- und diejenigen die denken dass Erlösung nur in Christus zu finden ist.

Christus

Es ist bemerkenswert wie unsere kulturelle Situation im Westen heute, uns näher zu der neutestamentlichen Zeit bringt, als in den Jahren der Abweichung der Aufklärungsideologie. Doch in den apostolischen Kirchen, sehen wir kein Herumtasten, keine zweideutigen Reden, die im Moment viele Evangelikale auszeichnet, als sie Angesicht zu Angesicht mit der Neuen Spiritualität kommen.

Der Christliche Glaube wurde in eine Welt geboren, die wie unsere, religiös sehr unterschiedlich und bedeckt war mit einer Vielfalt von Spiritualitäten. Doch nirgends in der Urgemeinde sehen wir was die damaligen und postmoderne Spirituelle auszeichnet. Damals wie im Moment, ist das Spirituelle ein Gedanke mit Hinsicht auf Abstufungen, einer Waage mit der Spirituelle an einem Ende mit nicht so spirituellen am anderen Ende verglichen wird. Die Apostel dachten in Kategorien von drinnen und draußen, Licht und Finsternis, Gott kennen oder ihn nicht kennen. Dies ist nirgends deutlicher formuliert als in der Johannischen Literatur. Hier findet sich der Kontrast „Oben“ und „Unten“.

Eine Linie wird gezogen zwischen Gott und uns. Sie ist unsichtbar für uns als Sünder, sonst würden wir den Gedanken an die Möglichkeit das Heilige selbst abzurufen, nach unseren eigenen Bedingungen, wie wir es wollen, verwerfen. Das Gegenteil ist wahr. Gott versteckt sich von uns. Seine Erlösung ist nicht in unserer Reichweite. Sie befindet sich nicht auf dem Markt als einer vieler Produkte. Noch taucht sie aus der Tiefe unseres Selbst heraus. Gott ist uns nicht zugänglich. Wir sind ausgesperrt. Er war es, der die Linie die uns von ihm trennte überschreiten musste, weil es egal ist, wie sehr wir uns bemühen ernsthaft hinaufzureichen. Egal wie spirituell wir sein wollen, wir können nicht verbinden. Diese Linie kann nur von seiner Seite aus überschritten werden nicht von unserer. Sie ist nur von Ihm überschreitbar nicht von uns, weil er etwas für uns tun muss dass wir von uns aus allein nicht tun können, um die Linie zu überschreiten. Aus diesem Grund wiederholt das Neue Testament dass Christus „von oben“ herab kam (z.B. Joh. 6:33, 8:42, 10:36). So sollten wir daraus folgern dass Christus niemals eine Entdeckung aus dem „Inneren“ ist, als ob wir in unserer Selbstfindung in einem religiösen Bestreben zu Ihm hinaufreichen könnten. Nein er wurde zur Welt „gesandt“ (z.B. John 3:31, 8:42, 13:3, 16:27-28, 17:8) und er kam zu uns „hinab“. Am Kreuz starb er für uns weil wir es nicht selber tun konnten. Er ertrug unsere Sünde als vertretender der Sühne, und zeigte uns wie wir Spiritualität zu verstehen haben. Das Herzstück aller Spiritualität ist moralisch, weil Gott das Zentrum aller Realität, heilig ist. Deshalb gibt es ohne die Stellvertretende Sühne Christi keine Spiritualität die erlöst.

Die Kirche

Die Kirche steht zwischen diesen zwei Koordinaten unserer Gedanken. Christus und Kultur. Doch ist es wichtig ihre Beziehung richtig zu verstehen. Unsere Kultur fechtet fortwährend die Gültigkeit der biblischen Lebensanschauung an. Und wir erfahren in unseren Gedanken Ungemütlichkeit. Aber gleichzeitig, will der biblische Glaube die Weltanschauung unserer Kultur ungültig machen und wir sind uns dieser Spannung bewusst. Es ist eine psychologisches Nexus, diese innere Aufräumen des Hauses für zwei sich widersprechende Impulse, aus dem so viele Fragen hervorgehen: was ist die Kirche? Worum geht es im Amt der Kirche? Wie sollen wir die Kirche „betreiben“? Und wie sollte man nach aussenhin evangelisieren?

Die modernisierte westliche Kultur hat zwei Zentren oder fahrende Impulse. Freiheit von der Vergangenheit und Freiheit vom Selbst. Der erste, wächst aus unserer unglaublichen erfinderischen, und innovativen Welt die unsere Kaufhäuser mit Produkten gefüllt hat, unsere Wahlmöglichkeiten erweitert hat, unsere Lebensqualität verbessert hat und aufgrund zahlreicher medizinischer Durchbrüche unsere Lebenszeit verlängert hat. Der Kern dieses Impulses ist die Prämisse dass was in der Vergangenheit war ist jetzt überholt und kann verbessert werden. Wie oft sehen wir Produkte die im Fernsehen als „Neu“ erscheinen und „verbessert“! All dies fördert die negative Mentalität gegenüber allem  dass in der Vergangenheit liegt und traditionell ist. Der zweite Impuls, Freiheit selbst ist einer der Fäden der Kontinuität zwischen der Modernen und Postmodernen. Ein Impuls dass sich im Herzstück der Aufklärung befand und  sich im Herzen der Postmoderne befindet.

Es fällt einem nicht sehr schwer das Tun der ersten dieser Impulse zu erkennen, Freiheit von der Vergangenheit, ist der Hass vieler heute gegen die traditionelle Kirche. Natürlich wird nicht Alles aus der Vergangenheit verworfen. Vieles ist es Wert zu erhalten. Doch zentral zu ihrer Ablehnung ist z.B. nicht nur ein Ekel gegen alte Hymen, Liturgien, Kirchenbänke und Kanzel, sondern traditionelle Ansichten gegenüber Autoritäten, insbesondere religiöse Autoritäten. Deshalb verstecken die Kirchen-Marketer die Glaubenslehren ihrer Kirchen. Diese Glaubenslehren schränken ein wie neuartig eine Kirche sein kann. Verbindung mit der Vergangenheit, verhässlicht ihr Image als topaktuelles Produkt und stellt in Frage die so sehr beliebte Freiheit der Modernen und Postmodernen über sich selbst. Die Lage in der „Emergent“ Kirche ist ein wenig anders. Sie haben die Leere dieses marktbetriebenem Glaubens geschmeckt und sehnen sich nach etwas Tieferem. Jedoch wurde das Vermischen der unterschiedlichen Glaubenssysteme in ihrer kirchlichen Experimentierung- ein wenig Katholizismus hier, ein wenig Griechisch Orthodox dort, eine fasche Anbietung wo anders, zu einer erneuten Form der Ablehnung traditioneller Glaubenslehrsätze da sie autonomisch selber versucht den Glauben in einen spirituellen Kontext zu setzen.

Man kann leicht in Versuchung geraten zu denken, dass man die Kirche in eine neue von der Kultur akzeptierte Gestalt bilden muss um erfolgreich zu sein. Aber eigentlich, liegt der Erfolg im Gegenteil. Ich weiß es mag uneingängig sein, aber es ist wahr. Wir können keine größere Freiheit erfahren als frei von der Gewaltherrschaft von uns selbst und frei von der ganzen Matrix kultureller Erwartungen, die bestimmen will was wir sein sollen. Es ist dienlich für eine Kirche erfinderisch zu sein in der Art und Weise diese Ausdrücke der Zwillingsfreiheiten- Freiheit von Selbst und Kultur- aber lasst uns verstehen, dass nicht das Erfinderische diese Freiheiten versichert. Diese Freiheiten sind bereits gewonnen durch den Tod Christi, verkündigt im Evangelium, zentral zu unserer Verehrung, zelebriert in seinem Mahl, und ausgelebt in unserem Dienst zu unseren Nächsten. Dies ist die Nachricht, die sich zwar der Kultur widerspricht, worüber wir nicht den Kopf verlieren sollten, eher, mit Freude und Zuversicht verkündigen sollten. Werden wir, kurz gesagt, die Nachricht die der Kirche anvertraut wurde ernst nehmen, die so ausgeprägt ist wie Christus der das Zentrum und Substanz ist? -David F. Wells

Dr. David. F. Wells ist ein angesehener Professor der Forschung an der Gordon-Conwell Theological Seminary in South Hamilton, Massachusetts.

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Dieser Artikel erschien ursrpünglich in der Zeitschrift Modern Reformation, Ausgabe: „Christ in a Post-Christian Culture“ Jan./Feb. Vol. 18 No. 1 2009, Seite 19-22 und wurde mit Genehmigung übersetzt und hier veröffentlicht. Für mehr Information über Modern Reformation, www.modernreformation.org oder  800-890-7556. Alle Rechte urheberrechtlich geschützt.

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Weiss Jemand wie spät es wirklich ist?

Juni 4, 2009 · Kommentar schreiben

what time is it

Kontextualisierung ist heiß. Im Grunde, ist es ein Versuch einzelne Überzeugungen und Konventionen in ihrer konkreten Situation unterzubringen. Übersiedelnd von seltene Grenzen der sekulären Soziologie (Insbesondere Soziolinguistik), Hermeneutik, und missiologische Theorie zur Praktischen Theologie, das Imperative das Evangelium zu kontextualisieren wurde zu einer gewissen Mantra unter Pfarrern, Jugendleitern und Evangelisten. In einem Zeitalter des Nische-Marketing, weist sich Kontextualisierung nicht nur auf die Not des aufstrebenden Missionar seine Kultur zu dem er gesendet wird zu verstehen, aber auch die spezielle Demographie unsere eignen Gesellschaft.  Ich werde keine Namen erwähnen, aber viele evangelische Seminare bieten eine Pracht von Elektivkursen über Kontextualisierung im Kirchenamt an. (z.B. Stadt-, Jugend-, Sport-, Vor-örtische, Auftauchende-, Afrikanisch Amerikanische, Latino-˛ Männer und Frauen- Kirchenämter). Offensichtlich, etwas muss nachgeben. Das Seminarkurrikulum kann nur eine beschränkte Zahl von Scheinen anbieten. Zunehmend, zumindest aus Gesprächen mit Freunden, scheint es dass der Hauptteil aus den biblischen Sprachen, systematischen, geschichtlichen und mehr traditionellen pastoralen Theologie besteht, der gespart wird um mehr Freiraum zu schaffen. Das Resultat ist dass viele amerikanische Pfarrer, Missionare und Evangelisten heute mehr über ihren Zielmarkt wissen als über den „einen Herrn, einen Glauben und eine Taufe“ den sie mit den Propheten und Aposteln, den Kirchenvätern und Reformieren und Brüdern und Schwestern in China, Malawi und Russland teilen. Wie kürzliche Ereignisse in der Anglikanischen Kommunion vorgewiesen hat, viele Bischöfe und Pfarrer in Afrika und Asien sind mehr beharrlich als ihre Britischen und Amerikanischen Kollegen, „Katholisch“ im Glauben genannt zu werden als besorgt um den eigenen Kulturellen Kontext zu sein. Es fällt einem nicht schwer festzustellen welches Zeugnis jetzt mehr „relevant“ ist. Bereits in den 1920 igern, beschwerte sich der Princeton Neutestament Professor und Gründer des Westminster Seminars, J.Gresham Machen dass die Besessenheit mit „angewandten Christentums“ das so durchdringend war dass es bald nur wenig Christentum übrig bleiben würde dass angewendet werden könnte.  Sehen wird die Effekte sogar in den evangelischen und reformierten Kreisen als ein pragmatisches Interesse in der Methodik des Kirchenamts das die eigentliche Nachricht herunterspielt? Wie gut kennen unsere Pfarrer die aus einem drei- oder vierjähriges Pfarramtliche Ausbildung kommen die Bibel? Wie gut sind sie bereit als Pfarrer-Gelehrte das Evangelium zu verkündigen, zu lehren und die Schafe in eine reiche Weide der Vergeltung zu führen? Werden sie Fachmänner, Unternehmer und Bürokraten, die die Nische und Demographie dieses ablaufenden Zeitalters besser kennen als das Wort durch den der Geist ein Zeitalter das kommen wird einführt? In einigen Hinsichten, ist die Besorgnis um Kontextualisierung einigermaßen verständlich als Antwort zu einer naiven modernen Prämisse dass Wahrheit einfach, universell, zeitlos, und unveränderlich ist. So wie die Postmoderne Theorie gegen die Moderne „Textbuch“ angehensweise zu Wissen reagiert hat und versucht hat Gedanken in der gelebten Erfahrung der sozialen Praxis in welche sie eingebettet ist zu finden, kann Kontextualisierung eine einladende Dose von Realismus sein. Wir haben keine einfachen Ideen, unser Kentnisssätze sind geprägt und gebildet durch einen großen Anteil kultureller Gewohnheiten, Sprache, Angewohnheiten, und Sitten spezieller Gruppen. Bundestheologie macht mehr Sinn in einer feudalen Gesellschaft  als in einer liberalen Demokratie. Glaube an Gott der König der Könige und Herr der Herren ist und Sünder erlöst mit seiner barmherzigen Aktion und nicht durch eine allgemeine Wahl, wird wahrscheinlich weniger eingängig für Kapitalisten und politisch bekräftigte Feministen sein als Häftlinge unterdrückte Arbeiter. „Christentum“ war hauptsächlich eine säkulare Konstruktion eines bestimmten Imperiums, dass sich christliche Sprache auslieh. Wir können den Aufstieg einer Erweckung ohne der industriellen Revolution oder Zeitgenössische Evangelikalismus ohne die massive technologische und soziale Revolution der Revolutionen früherer Geschichte nicht verstehen. Es ist einfacher für amerikanische Christen Kontextualisierung ernst zu nehmen wenn wir einen Missionseinsatz nach Afrika planen; wir sind weniger taktvoll gegenüber die Wege in welche unser eigener Glaube und Praxis für gut geformt und für schlecht durch unsere eigene Lage. Die überwiegendste Analogie in christlichen Aufrufen zur Kontextualisierung ist die Inkarnation. Wie das Word zum Fleisch wurde, Gott-mit-Uns, individuelle Gläubige und die zusammenwirkende Kirche müssen Das leben Christi in die Gegenwart „inkarnieren“ so werden wir aufgefordert. Aber ist dies eine gute Analogie? In diesem Aufsatz möchte ich einige Behutsamkeiten zum Gebrauch dieser Analogie anerbieten ganz im Einklang zur Einführung unseres ein einjähriges Thema: Christus in einer Post-modernen Kultur.

Ein Erlöser kein Sinnbild.

Ironischerweise, kann ein naive Kontextualisierung das Interesse der kulturellen Hegemonie, Gewalt und Hochmut dienen. “ So sind wir nun einmal“, „So sind nun mal junge Menschen“, „Sie müssen die sozialen Kräfte, die diese Gruppe gestaltet hat berücksichtigen.“ Natürlich, es gibt immer etwas Wahrheit in diesen Imperativen. Ethnische Gemeinden, Stadtgemeinden, Vorortsgemeinden, zum Beispiel, können undurchdringlich für die Unterschiede derer außerhalb ihrer Kreise und Sitten sein, in welcher ihre eigene Kulturelle Vorraussetzungen sie entfremdet hat, sogar für artgenössische Christen. Ist jedoch die Antwort lediglich der Enkulturation zu folgen oder mit mehr Tiefgang, allgemeiner zu Kontextualisieren, Jesus mit mehr Fülle mit unseren Aktionen zu „inkarnieren“? Oder liegt die Antwort darin, dem „inkarnierten“ Erlöser und Herrn selbst zu erlauben, sich selbst als Herrn unsere Gemeinden zu redefinieren, unsere Gemeinden um sich und sein Reich herum als jetzt herrschender zur rechten Hand des Vaters durch Wort und Geist zu rekontextualisieren? Jesus ist Erlöser, und kein Sinnbild. Seine Inkarnation ist einzigartig und unwiederholbar. Sie kann weder ausgeweitet, vergrößert noch von uns wahrgenommen werden. Es ist passiert; Jesus ist Gott von Bethlehem zur Ewigkeit. Er kam nicht um uns zu zeigen wie wir uns selbst inkarnieren können, er kam dass wir unser inkarnierten Herr sind. Natürlich, es gibt einige Stellen die aufweisen dass wir das Vorbild Jesu Christi folgen sollten, aber nicht viele. In der Tat, die sehr offensichtlichste in Philipper 2 wo wir erzählt bekommen dass wir die Demütigkeit Christi in seiner Inkarnation als nehmen sollte. Andererseits, gibt es viele neutestamentliche Stellen über unsere Einheit mit Christus und die Werke die folgen. Christus steht nicht in der Ferne, als vorbildlicher Führer; Der Geist hat uns mit Christus vereinigt, so dass wir wirklich eins mit Ihm sind. Doch nirgendwo, selbst im Philipper 2 werden wir aufgerufen Christus’ Inkarnation zu imitieren, zu wiederholen oder zu erweitern. Das Erlösende Werk Christi ist vollbracht. unsere Werke sind eine dankbare Antwort zu diesem vollbrachten Werk. Der qualitative Unterschied zwischen der Person und dem Werk Jesu Christi und der Person und Werke der Gläubigen macht es unmöglich, die Inkarnation als Paradigma unseres Kirchenamtes zu verstehen. Eher ist die Inkarnation Christi der Grund dass ein Kirchenamt überhaupt existiert.

Kontextualisierung kontextualisieren.

Wenn wir unser Zeit verstehen wollen- und wie das Evangelium uns anspricht in der Zeit- dann wird Kontextualisierung selbst kontextualisiert werden müssen. Mit anderen Worten, wir müssen realisieren dass auch dieses Konzept zu einer bestimmten Vorlage  eines Gedanken und Netz von Prämissen gehört,  die wir als Einwohner in einer bestimmten Zeit und Ort geerbt haben. Das Evangelium gibt es viel länger als die Lehre der Kontextualisierung. Es has den Martyrium überlebt, Christentum, Ketzerei, Kirchenspaltung, sogar die Unzahl von Symptomen der „amerikanischen Religion“. Königreiche und Imperien kommen und gehen, jedoch bleibt jenes erhalten von Generation zu Generation. Philosoph Ludwig Wittgenstein beobachtete dass wir Sprache benutzen um uns in einer „Form des Lebens“ zu beteiligen, welche bereits existiert bevor wir an der Szene ankommen. Von Jung auf kommunizieren wir und benutzen Worte um Dinge zu erledigen und somit schließlich Teil eines Spiels zu werden dass bereits im Gange ist. Diese Idee, dass Wissen vielmehr sozial als einfach das Resultat eines individuellen Verständnis über „klare und deutliche Ideen“ , hat Soziologen wie Peter Berger dazu veranlasst über „Plausible Strukturen“ zu reden. Niemand kann von einem Musterbeispiel entfliehen dass seine oder ihre Sprache beeinflusst hand und so ist es auch mit  Überzeugungen und Praktiken. Dahingegen, Gesinnungswandel von einem Paradigma zu einem anderen ist nicht einfach ein Akt des Willen. Wenn jemand seine Vorraussetzungen des atheistischen Naturalismus teilt, die Behauptung dass Jesus Wiederauferstehung von den Toten unwahrscheinlich ist, wäre es genauso unwahrscheinlich für ein Europäischen Bauern im sechsten Jahrhundert zu denken dass ein Epileptiker mit Medizin behandelt werden kann und nicht mit Exorzismus. Geschichtler der Wissenschaft haben diesen Gedankenfaden in den letzen Jahrzehnten gefolgt, indem sie zeigten wie wissenschaftlich Paradigmen den Fortschritt der Wissenschaften regulieren, Anomalien zu widerstehen, mit anderen Worten, Beobachtungen die scheinbar gegen die Theorie gelten. Bis sie eine Bande gründen um später die Theorie und das ganze Musterbeispiel zu stürzen. Bis dann, behält die Gemeinschaft der Wissenschaftler (ähnlich einer Kirche oder Denomination) ihr Zuversicht dass das Paradigma welche sie im Moment annimmt, den besten Sinn aus den Daten macht. Aber, das Paradigma selbst spielt eine große Rolle in ihrer Interpretation der Daten und die Plausibilität der Daten um das allgemeiner System herauszufordern. Reformierter Apologet Cornelius Van Til unterstrich die Wichtigkeit und Unvermeidlichkeit von Voraussetzungen in einer Weise die analogisch zu diesem Gedanken der „Plausibilität Strukturen“ ist. Jedoch unterscheidet sich die Einsicht, dass eine gewisse kulturelle Anschauungsweise, Paradigma, Glaubwürdigkeitsstrukturen und Prämisse beeinflussende Faktoren sind, mit der Behauptung dass sie absolut bestimmend sind. Sowie in der natürlichen Wissenschaft kann ein ganzes System durch eine noch so kleine Anomalie einstürzen wenn das Phänomen bedeutend genug ist eine Paradigmenrevolution zu veranlassen. Die Wiederauferstehung Jesus Christi ist eine solche Anomalie. Es ist bedeutend, als Paulus die Philosophen Athens ansprach (Apostelgeschichte 17), dass er seine Zuhörerschaft gut genug kannte um an ihre herrschenden Paradigmen anzuknüpfen, jedoch anstatt zu zeigen wie das Evangelium ihrer Weltanschauung beglaubigt, benutzte er die Wahrheit in ihrem eigenen undeutlichen System um das System selbst aufzulösen. Seine Rede kulminierte in die großartigste Anomalie aller Zeiten: die Wiederauferstehung Jesu Christi, welche die Unabwendbarkeit des letzen Gerichts verdeutlicht. Die einzige verantwortbare Schlussfolgerung, so sagt er, ist es Busse zutun und an das Evangelium zu glauben. Um sicher zu gehen, der Grossteil Paul´s Publikums dachten dass er verrückt sei; ihre hartnäckige Hingabe zu ihrer herrschenden Paradigma schloss jede Möglichkeit der körperlichen Wiederauferstehung und des letzten Gerichts aus. Doch einige glaubten daran. So sind die Dinge nun mal. Und so waren sie schon immer, weil der Geist sich damit beschäftigt die Augen der blinden und die Ohren der Tauben zu öffnen. Dort müssen wir unsere Zuversicht setzen. Wenn wir einen Gewissen Kontext normativ machen, so bewilligen wir dass es eine Gefangenschaft existiert von der Jesus Christus nicht erlösen kann. Dies ist die Lehre des Historizismus, welche davon ausgeht dass ein gewisser Glaube nicht ausreichend mit dieser simplen Definition des Zusammenhangs aus dem er geglaubt wurde, zu erklären ist.  Arbeiter akzeptieren ihr Schicksal im Leben weil sie davon ausgehen dass das kapitalistische Paradigma welches Marx erörtert hat normal ist. Leute glauben an bestimmte Glaubenssätze wegen ihrem Sitz im Leben. Historizismus wurde zu einer dominanten Denkweise in einer Kultur welche den protestantischen Liberalismus produzierte. So zum Beispiel Rudolf Bultmann. Er akzeptierte als Prämisse dass es unmöglich ist für Menschen die elektrische Lichter und Radios benutzen an eine Welt mit Engeln und Dämonen zu glauben. Pensionierter Episkopaler Bischof John Shelby Spong hat diese Strophe in den letzen Jahren wiederholt. Er beharrt darauf dass es lächerlich sei, als gegenwärtige Leute in hochentwickelten Gesellschaften an einen übernatürliche Religion zu glauben, z.B. offenbarte Christenheit. Obwohl dieser Bewegungsablauf des Historizismus uns auf die Existenz der Kontextualisierung bewusst gemacht hat, wurde sie, ironischerweise, ihre eigene dogmatische, universelle, und totalisierende Behauptung. Wenn Leute nur an Dinge glauben können die durch ihren Kontext bestimmt sind, dann wären Revolutionen in der Wissenschaft, der Kunst, Politik und anderen Fächern des Kulturellen Bemühungen unmöglich. Als eine „Theorie für Alles,“ ist der Historizismus falsch wenn er zur Christenheit angewendet wird. Die Wiederauferstehung Christi war keine Idee welche aus einer Gedanklichen Evolution des zweiten Tempel Judaismus herauswuchs. Obwohl sie aus der Geschichte Israels stammte, war sie dennoch eine radikale Anomalie, selbst für die Denkweise der Jünger. Die Wiederauferstehung- und das Evangelium zudem sie gehört- hatte ausreichende Kraft um die herrschenden Paradigmen vieler umzustürzen, als der Geist sie zu Christus durch die Verkündung anzog. Seit der Auferstehung Jesu Christi sind alle Paradigmen, die uns beeinflusst haben in Frage zu stellen. Dies ist die Pointe die Paulus in Athen machen wollte. Unser Kontext ist kein Verhängnis dass akzeptiert werden muss. Das soziologische „ist“ schreibt dem theologischen „sollte“ nichts vor. Wenn christliche Autoren wie George Barna und viele anderen behaupten dass wir unsere Nachricht, Methodik und Mission wegen einer Generation verändern müssen, so sollten wir uns and die Worte der großen Kommission erinnern:“ Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, indem ihr diese tauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und sie lehrt alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters. (Matt. 28:18-20).

Christus konfrontiert Kultur

Letztes Jahr war das Thema der Modernen Reformation „Christenheit ohne Christus“ und einer unserer laufenden Argumente war es dass wir oftmals Christus und sein Evangelium als selbstverständlich annehmen, aber das wir uns nicht auf das Evangelium konzentrieren und unsere Mission und unser Leben aus diese Zentrum ausleben. Das diesjährige Thema nimmt sich vor, eine mehr Konstruktive Angehensweise zu vermitteln. Wie wir Christus verkündigen und dienen können in einer zunehmend feindlichen Kultur gegenüber bestimmte Behauptungen bezüglich der Person und Werk Christi.  Also in einer gewissen Weise wollen wir versuchen unser Zeugnis zu kontextualisieren. Jedoch gehen wir nicht davon aus dass unsere „post-christliche-Kultur“ bestimmt, wie wir Christus zu präsentieren haben, aber dass Christus objektive Person und Werk definiert wie wir uns mit dieser Kultur oder jeder anderen befassen sollen. Ob wir uns eher mit der Modernen oder mit der Postmodernen Weltanschauung identifizieren, unsere kulturellen Prämisse sollten studiert und anerkannt werden so dass wir das Evangelium nicht mehr relevant und einladend als es ist, und dass wir unsere Wege anerkennen die dem Evangelium widerstehen. Anders ausgedrückt, beginnend mit Gottes Wort zu uns. Davon ausgehend dass es neue Welten schaffen kann, und nicht unseren Grossteil mit Prämissen zu beschäftigen. Wir erwarten dass das Engagement des Evangeliums mit der Kultur mehr Zusammenstösse produziert als entgegenzukommen, mehr Dissonanz als Resonanz, mehr Desorientierung, Verwirrung, mehr Einwände als Stabilität, Bejahung und Anerkennung. Was auch immer wir dieses Jahr über Kultur entdecken werden, zumindest kann eine Schlussfolgerung von Anfang an erwartet werden: Das Evangelium war schon immer merkwürdig in allen Kulturen, aufgrund derselben Gründe, ist es immer noch merkwürdig für uns und unsere Nachbarn. Ihre Relevanz liegt nicht in ihrer Wiederholung gewöhnlicher Banalität natürlicher Religionen, Befindungen und Moral, aber in ihrer beunruhigenden und befreienden Kraft zu Verkehren. Eine Angehensweise zur Kontextualisierung geht von einer zustimmenden Beziehung zwischen dem kulturellen Kontext dass die Nachricht, Methodik und Mission beherbergen wird. Durchgehend dieser jährlichen Serie, wie auch immer werden wir für Wege unsere Zeiten und Orte zu verstehen, um die archimedischen Punkte zu finden und unsere Kulturellen Prämisse und Angewohnheiten  die dem Evangelium zu belächeln aufzubrechen. Paul begriff in den einleitenden Kapiteln des 1 Korintherbriefs, dass die Griechen zu seiner Zeit besonders Schwierigkeiten hatte das Evangelium zu verstehen, weil es eine Lösung zu einem Problem war, ein Problem dass sie nicht einmal kannten. Sie suchten nach einer philosophischen und ethischen Weisheit nicht nach einem Retter der ihre Körper zum Ewigen Leben erwecken konnte. Ähnlich galt es für seine jüdische Zeitgenossen, die nach einem selbstgerechten Leben suchten anstatt außer sich zu blicken um den Inkarnierten Erlöser. In diesem Sinne, „kontexutalisiert“ Paul das Evangelium. Immerhin, war er davon überzeugt dass das Evangelium selbst eine eigen Kraft besaß (Röm. 1:16). Unser Ziel in dieser Serie ist es diese Punkte aufzudecken wo das Evangelium die dominanten Paradigmen unser post-christlichen Kontext eher herausfordert als beherbergt.

Wie Spät ist Es?

Der Grundstein für unsere Angehensweise ist die neutestamentliche Unterscheidung zwischen „dieser ablebenden Zeit“ und der „kommenden Zeit“. Es ist legitim die Westliche Geschichte nach ihren Wendepunkten einzuteilen: Antike, Mittelalter, Moderne und Postmoderne. Jedoch ist die Haupteinteilung für Christen „diese Zeitalter“ und das „kommende Zeitalter“: Die Epoche die durch Sünde und Tod dominiert wird und zum Gericht führt und die Epoche die durch den Geist, Gerechtigkeit, Leben dominiert wird und zur Erlösung Christi führt. Es ist weder Alexander der Grosse noch Immanuel Kant noch Jacques Derrida aber Jesus Christus der Geschichte als „vorher“ und „nachher“ definiert. Sein Werk repräsentiert den bedeutendsten Wendepunkt in der Geschichte, als das Gesetz der Sünde und des Todes mit dem Evangelium konfrontiert wurde. Aus diesem Grund bezeichnet das Neue Testament die gesamte Ära von Pfingsten an als „die letzen Tage.“ Egal wo wir uns befinden in Zeit und Raum, dies ist der maßgebliche Zusammenhang. Entweder sind wir „in Adam“ und teilen eins Ablebendes Todesregime, oder wir sind „in Christus“ und teilen mit ihm eine unvergängliche Erbschaft. Protestantischer Liberalismus hat vergessen wie spät es ist. Es versucht die Nachricht, Methode und Mission des Evangelium an ein ablebendes Zeitalter anzupassen. Evangelikalismus ist bereits dabei dasselbe zu tun mit ihrem Aufruf zur „Kontextualisierung“. Der gefährlichste Zusammenhang der Mission ist vielleicht nicht der von Paulus: eine Zeit des andauernden Martyriums. Es ist wahrscheinlich nicht die heutige Chinesische Kirche die unter der größten Drohung steht, es sind die Gemeinden die zum „Christentum“ gehört die sich verbittert ihrer Aufbringung abwenden wie eine verirrte jugendlicher der sich gegen seine Eltern rebelliert. In diesem Fall, ist der Christentum nicht Heim, es war immer einen Illusion die aus der Verirrung zwischen Christus und Kirche hervorging. Das Wort Gottes teilt uns mit wie spät es ist. So schrieb Paulus zu Timotheus: „Denn es wird eine Zeit sein, wenn Menschen sich mehr als alles andere lieben werden,“ mit all den Eigenschaften des Narzissmus, Materialismus, Hochmut, und rücksichtslose Missachtung jeglicher Autorität. Leute werden „die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Lüsten sich selbst Lehrer aufhäufen werden weil es ihnen in den Ohren kitzelt; und sie werden die Ohren von der Wahrheit abkehren und sich zu den Fabeln hinwenden.,“ Die Einschränkung Paulus beschäftigt sich nicht mit der Anpassung des Evangeliums zu jenem Kontext sondern damit den Kontext mit dem Evangelium zu konfrontieren: „Predige das Wort, stehe bereit zu gelegener (wenn es beliebt ist) und ungelegener Zeit (wenn es unbeliebt ist); überführe, strafe, ermahne mit aller Langmut und Lehre. (2 Tim. 4:2). Amerikanische Evangelikale sind sich zunehmend bewusst dass wir in einer post-christlichen Kultur leben. Unsere europäische Brüder und Schwestern wissen schon seit einiger Zeit dass dies ihr Schicksalt ist. Die Gemeinden werden zu Moscheen und Stadtzentren umgewandelt und jetzt sind wir an der Reihe. Wir werden unsere Energien umsonst an eine letzte Bemühung „Amerika zurückzugewinnen“ verschwenden, vergeblich versuchend uns an die letzten Überbleibsel einer jüdisch-christlichen Moralität zu hängen, während Biblische Lehren, Verehrung und Praxis nach und nach von unseren Kirchen verschwinden werden. Es ist an der Zeit die Tatsache zu akzeptieren, dass unsre Nachbarn nicht entkirchlicht, sondern Heiden sind, obwohl Viele zumindest mit einem nur dem Namen nach christlichen Hintergrund aufgewachsen sind. In mancher Hinsicht, verdeutlicht unser post-christlicher Kontext die Mission. Anstatt eines faden Moralismus einer pseudo-christlichen Kultur, welche das Evangelium in die Irre führte, würde eine getreue Verkündigung des Evangeliums und geformtes Leben zu einer deutlicheren wenn auch kleineren Christlichen Zeugnis führen. Wir brauchen eine Reflektion mit mehr Tiefgang, Weisheit, und Bibelorientierung, um unsere Kirchen erneut zu Theatern der Gnade, Säuglingsheime des Glaubens und Motoren der Mission zu gestalten. Indem wir das Evangelium unserem Kontext vorausstellen, werden wir erkennen dass das kommende Zeitalter durch das normative in das jetzige ablebende eingebrochen ist. Der Bund der Gnade ist der bestimmende Kontext- „in Christus“ die bestimmende Platzierung- eines jeden Gläubigen, sowohl in Thessaloniki als auch im gegenwärtigen Shanghai, Nairobi und Omaha. Das ist damit gemeint wenn wir unseren bekennen mit „eine heilige, katholische und apostolische Kirche.“ Sie ist katholisch weil sie in Christus ist. Diejenigen, die mit Jesus Christus durch den Glauben vereint in dem Evangelium sind, sind auf innigster Weise verknüpft. Intimer als jegliche Generation, konsumernische, ethnische Gruppe, Geschlecht oder andere, von diesem Zeitalter generierte Demografie. Das aushaltende Zeitalter, nachdem das Amerikanische Imperium kam und wie alle anderen verschwand, setzt unsere Koordinaten als Pilger in diesem verblassenden Zeitalter. Wir müssen unser Vertrauen in die Wahrheit legen, welche das Evangelium in seinem eigenen Paradigma, in seiner eigenen „Soziologie des Wissens,“ in seiner eigenen Gestalt des Lebens, Spiel der Sprache, und Plausiblitätsssruktur von Wort und Sakramente. Wir müssen unsere eigene Sprache neu erlernen und uns nach den Anwendungen die Gott für sein Werk inmitten uns eingerichtet hat richten. So werden wir zu einer Gemeinschaft wachsen, die so fremd ist wie das Evangelium.

-Michael Horton

Michael Horton ist der J. Gresham Machen Professor der Apologetik und Systematischen Theologie an der Westminster Seminary California (Escondido, CA), Moderator der Nationalen Radiosendung „The White Horse Inn“, und Chef-Redakteur der Zeitschrift „Modern Reformation“. Er ist Author mehrer Bücher, um einige zu nennen: Power Religion, A Better Way, Putting Amazing Back Into Grace, God of Promise: Introducing Covenant Theology (Baker,2006), und Too Good to be True; Finding Hope in a World of Hype (Zondervan, 2006).

Dieser Artikel erschien ursrpünglich in der Zeitschrift Modern Reformation, Ausgabe: „Christ in a Post-Christian Culture“ Jan./Feb. Vol. 18 No. 1 2009 Seite 14-18 und wurde mit Genehmigung übersetzt und hier veröffentlicht. Für mehr Information über Modern Reformation, www.modernreformation.org oder  800-890-7556. Alle Rechte sind urheberrechtlich geschützt.


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Pilgerglaube

Juni 4, 2009 · Kommentar schreiben

2 Pilger 600

Die patriarchalischen Erzählungen im ersten Buch Mose können dem modernem Amerikaner einiges über das Verhältinss zwischen seinem weltlichen Pilgerleben und seiner kulturellen Umgebung beibringen. Abraham, Isaak, und Jakob lebten in einer  „anti-christlichen“ Gesellschaft (verzeihen Sie bitte den Anachronismus hier). Dennoch, jeder Schritt ihrer Pilgerfahrt war ein Zeugnis zu Gott, der mit ihnen einen Bund geschlossen hatte; ein Bund, in dem Gott Ihnen versprach die Welt durch sie und dem Samen, der von ihnen kommen würde, zu segnen. Das Zeitalter des mosaischen Systems, ersetzte friedliches Zusammensein und Zeugnis, mit religiöser Kriegsführung und Ausrottung der Kananäer, als das Land eine sichtbare Repräsentation des Himmels wurde in dem kein unreines Ding residieren konnte. Zu oft, eilen amerikanische Christen zum Exodus um ihre eigenen modernen Kulturkriege zu rechtfertigen. Doch diese Weise von Bibelauslegung vernachlässigt die korrekten Analogien die im ersten Buch Mose zu finden sind. In dieser Ausgabe der Modernen Reformation, wollen wir einige Antworten und Betriebsmittel beschaffen, für diejenigen von Euch, die nicht recht wissen wie man Gedanken und Praxis zur friedlichen Non-konformität ausrichten kann. Reformierter Theologe und Redakteur Michael Horton beginnt diese Ausgabe und erinnert uns dass „wichtige“ kulturelle Kennsätze in den Hintergrund treten wenn wir erfassen dass die ganze Kultur umhüllt ist auf eine Art und Weise wie die Bibel über Zeit und Raum spricht. „Dieses Zeitalter und das kommende.“ David Wells folgt Hortons Aufsatz, in dem er einige Möglichkeiten aufzählt, wie man das kommende Zeitalter, dass bereits in das Gegenwärtige einbricht, erfassen kann und den Gott Abrahams, Isaaks und Jacobs bezeugen kann der immer noch beschäftigt ist die Kreation zu erneuern.  Lutheranischer Anthropologe Jack Schultz gibt uns einen wichtigen Blick auf das Wechselspiel zwischen Kultur (sicherlich ein sehr windiges Konzept) und die institutionelle Kirche. Britischer Evangelikaler David Gibson gibt seinen Senf dazu, indem er John Stott’s berühmte „Zwei Horizonte“ Sprache erweitert, um Prediger dazu zu bringen, Kultur als drittes Horizont in ihrer Kirchenarbeit anzugehen. MR Mitarbeiter und Redakteur Mollie Hemingway bietet eine ausgeprägte und praktische „Zwei Reiche“ Herangehungsweise zum Leben in der Geschäftswelt (womit sie sich ein wenig auskennt als Konfessionelle Lutheranerin und Journalistin). Und Lutheranerischer Apologet John W. Montgomery bietet seine Meinung über den Ort wo Gott gegenwärtig am unwahrscheinlichsten zu finden ist, das Unigelände.

Eric Landry

Chef Redakteur

P.S: Dieses Jahr wollen wir den fünfhundertsten Geburtstag Calvins gedenken und in jeder Ausgabe einen speziellen Aufsatz über ihn drucken.

Eric Landry ist Pfarrer der Christ Presbyterian Church (Murrieta, California) und leitender Redakteur der Modern Reformation.

Sie haben die Genehmigung dieses Material in jeglichem Format zu reproduzieren und zu verteilen, unter den folgenden Bedingungen: Den Wortlaut nicht zu verändern. Ausser den Produktionskosten nichts zu verlangen. Nicht mehr als 500 Kopien zu produzieren. Alle anderen Ausnahmen müssen ausdrücklich von Modern Reformation genehmigt werden. (webmaster@modernreformation.org).

Dieser Artikel erschien ursrpünglich in der Zeitschrift Modern Reformation, Ausgabe: „Christ in a Post-Christian Culture“ Jan./Feb. Vol. 18 No. 1 2009 Seite 2 und wurde mit Genehmigung übersetzt und hier veröffentlicht. Für mehr Information über Modern Reformation, www.modernreformation.org oder  800-890-7556. Alle Rechte urheberrechtlich geschützt.

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Calvin Zelebrierung: Beiträge Calvins zur Moderne

Juni 3, 2009 · Kommentar schreiben

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1. Bildung: die Akademie

Calvin brach mit der mittelalterlichen Pädagoge, welche Bildung hauptsächlich für eine aristotelische Elite beschränkte. Seine Akademie, gegründet in 1559, war Vorläufer in einer breitgefächerte Bildung in Genf. Obwohl Genfer für zwei Jahrzehnte versucht hatten eine Universität zu gründen, gelang es erst nach Calvins Ausführung der Antstoss zu einer höhere Bildungsanstalt. (1)

Zur Zeit Calvins Ankunft, sehnten sich die Stadtbeamten nach eine höhere bildende Institution. Doch in 1536 dachten die meisten Genfer, dass dieses Ziel zu anspruchsvoll sei. Ohne Rücksicht auf die erfolglosen Anfänge der Bildung, gegenwärtig zwischen der Genfer Annahme der Reformation in 1536 und Calvins Retour von seinem Strassburg Exil in 1541, ist es klar dass Erfolg zu einer Etablierung einer aushaltenden Universität, sich nicht einfand bis Calvin mit seiner Hand zum bildenden Pflug griff nachdem die Genfer sich in ihrer protestantische Identität in 1550 eingesiedelt hatte. Calvins Akademie, die zur St. Pierre Kathedrale angrenzte, bietet zwei Ebenen von Studiengänge an: eine für die öffentliche Bildung der Genfer Jugend. (die Berufsfachschule oder Scola Privata) und eine Bildungsanstalt um Pfarrer zu unterrichten.

(2) Man sollte den Einfluss nicht unterschätzen, der durch die Öffentliche Bildung  jüngerer Leute kam,  besonders zu jener Zeit als Bildung normalerweise nur für die Adeligen Nachkommen oder die Mitglieder der Katholischen Vereine reserviert war.  Beginnend in 1558 (3) mit Calvin und Theodor Beza als Vorsitzende der theologischen Fakultät, wurde das Akademiegebäude am fünften Juni,1559 mit 600 Anwesenden in der St. Pierre Kathedrale eingeweiht. Calvin sammelte Geld für die Schule, und viele Ausbürgere spendeten für ihre Gründung. Die öffentliche Schule, die aus sieben Klassen bestand, wuchs während des Einführungsjahr, zu 280 Studenten. Die Bildungsanstalt für Pfarrer wuchs zu einer Studentenzahl zu 162 in nur drei Jahren. Als Calvin in 1564 starb, waren 1200 Studenten in der Berufsfachschule und 300 in der Bildungsanstalt für Pfarrer angemeldet. Die zwei schulen, nach Observation einiger Historiker, waren kostenlos und Vorläufer der modernen öffentlichen Bildung. (4) Nur wenige Europäische Einrichtungen sahen solch eine schnelles Wachstum.

Um eine Anflut von Studenten entgegenzukommen, plante die Akademie einen Zufügung, was später, charakteristisch für die Kalvinistische Anschauung auf den christlichen Einfluss auf alle Gebiete aller Lebensabteilungen z.B. Jura und Medizin wurde. Beza fragte an zum Gebet für die neue medizinische Abteilung,so früh wie 1567, als auch die Juristische Schule etabliert war. Nach dem St. Bartholomeos Massaker (1572), Francis Hotman und einige andere führende gesetzmäßige Gelehrte gaben ihre Vorlesungen in der Genfer Jura Schule. Die Präsenz zweier rechtlichen Riesen, Hotman (zwischen 1573-78) und Denis Goderoy, gaben Calvins Akademie einer der ersten Schweizerischen Jura Lehrstühle. Die Medizinische Schule, die kurz nach Calvins Tod gewagt wurde, war nicht erfolgreich etabliert bevor 1700. (5)Calvins Akademie wurde zum Vorbild der Bildung in allen Hauptfächern.

Geschichtlich hat die Bildung, mehr als allen andere Wirkungsmittel, zur Förderung kultureller sowohl als auch politische Fortschritte beigetragen. Einer der meist andauernden Beiträge Calvins zur Gesellschaft- ein Beitrag das auch die Langlebigkeit vieler Calvinistischen Reformen wahrte- war die Gründung der Genfer Akademie. Durch sie, hatte Calvin Erfolg wo viele Andere versagten. Es ist bemerkenswert, dass kein andere großer protestantischer Reformierender mit einer Gründung einer Universität, die für Jahrzehnte andauerte, angesehen wird. Sogar für Thomas Jefferson wurde sie eine heißbegehrtes Grundstück.(6)

2. Sorge für Arme: La Bourse Française

Viele denken dass Calvin keine Sympathie für arme und mittellose Menschen besaß. Jedoch zeigt, eine oberflächliche Überprüfung seiner Sorge für Waise, mittellose und verschobene Flüchtlinge in einer Krisenzeitspanne, dass dies nicht der Fall ist. Zudem geht aus seinen Schriften, bleibenden Prinzipien für soziale Hilfe für die wahrhaftig Hilfsbedürftigen, hervor

Calvin dachte dass die Barmherzigkeit der Kirche am besten durch das ordinierte Dekanat zum Ausdruck kommen würde, die Inhaltsangabe der privaten Wohltätigkeit. Die Herausforderung für Calvin war es praktische Protokolle, die sich um die Armen kümmern würde abzuleiten, indem er den diakonischen Mechanismus den Gott bereits zuvor durch das kirchliche amt der Barmherzigkeit beschaffen hatte.

Jeannine Olson´s fähige Geschichtsschreibung Calvin und die Wohlfahrt: Diakone und die Bourse Francaise ist eine augenöffnende Studie über Calvins Einfluss auf die Reformationskultur, insbesondere konzentriert auf die andauernde Gültigkeit seiner Gedanken bezüglich sozialer Wohlfahrt durch das Dekanat der Kirche. In ihrem Trakt, merkt sie an dass im Gegensatz zu modernen Karikaturen, die Reformierer fleißig für Flüchtlinge arbeiteten und den Armen halfen. Die Bourse Francaise wurde zur Säule der sozialen Wohlfahrt in Genf. In der Tat, diese barmherzige Geistlichkeit hatte wahrscheinlich genauso viel Einfluss auf Calvins Europa als seine Theologie auf andere Gebiete.

Die Aktivitäten der Bourse waren zahlreich. Ihre diakonische Agenten waren involviert Waisenkinder, Senioren und Behinderte in Heime unterzubringen. Sie behausten die Kranken und behandelten Unsittliche. Diese kirchliche Institution war ein Vorbote der Ehrenamtlichen Gesellschaften im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert im Westen. Calvin war so interessiert das Dekanat blühen zu sehen, dass er sogar ein Teil seines Erbgut in sein Testament für die Jungenschule und arme Fremde reservierte. (8)

Ihr ursprünglicher Zweck war es die Not der französischen Einwohner, die während ihrer Flucht aufgrund der Verfolgung in Frankreich in Genf anhielten, zu besänftigen. Es wird geschätzt dass in einem Jahrzehnt (1550-60) etwa 60000 Flüchtlinge durch Genf durchliefen, eine Zahl die sehr wohl einen bedeutenden sozialen stress produzieren konnte.

Das Dekanat sorgte für das große Spektrum unterschiedlicher Bedürfnisse, ähnlich der Breite von Bedürfnissen, die die Wohlfahrtsorganisation unserer Zeit zu bewältigen hat. Sie unterstützten durch kurzfristige Zuschüsse und je nach Not Arbeitsausbildung. Manchmal, beschafften sie sogar  Werkzeuge und Zubehör für eine qualifizierte Person, die einen ehrlichen Beruf nachgehen konnte. Innerhalb einer Generation dieser Sozialarbeit, entdeckten Calvins Diakonat dass sie ihren Empfängern das Ziel vermitteln mussten, dass sie so schnell wie möglich einen Arbeitsplatz zu finden hatten. Sie kümmerten sich auch um im Stich gelassene Kinder, um Familien die Aufgrund einer tödlichen Krankheit auf Hilfe angewiesen war sowohl als auch Witwen.

Natürlich existierten theologische Eigenarten, und diese theologischen Auszeichnungen führten zu einer bestimmten Anzahl von praktischen Verpflichtungen. Moderne Führer können Einiges von der Vergangenheit lernen. Die folgende Liste illustriert Calvins Prinzipien einer einflussreichen Sozialreform.

Sie war nur für die wirklich Benachteiligten. Moralische Vorraussetzungen begleitet Mithilfe. Private oder religiöse Wohltätigkeit, nicht staatliche Freigebigkeit war das Fahrzeug für Hilfe. Ordinierte Beamte bewerkstelligten die Hilfe und brachten Zurechnungsfähigkeit. Theologische Untermauerungen waren normal. Produktive Arbeitsmoral wurde angezielt. Unterstützung war kurzfristig. Geschichte ist wertvoll.

Ein Kollege Calvins und co Reformierter, Martin Bucer, sagte sogar über das Diakonat, dass „ohne sie gäbe es keine wahrhafte Kommunion der Heiligen.“ (9) In einer Predigt aus dem ersten Brief an Timotheus 3:8-10, assoziiert Calvin selbst die Barmherzigkeit der frühzeitlichen Kirche als Maßstab unseres Christentums. „Wenn wir uns als Christ bezeichnen wollen und es glaubhaftig machen wollen dass eine Kirche inmitten uns existiert, dann muss diese Organisation demonstriert und aufrechterhalten werden.“ Auf einer Veranlassung, behauptete Calvin rhetorisch: „Wollen wir zeigen dass eine Reformation inmitten uns herrscht? Dann müssen wir an dieser Stelle beginnen, es müssen Pfarrer vorhanden sein die allein auf die Erlösungslehre stützen und die Diakone die sich um die Armen kümmern.“

1 The most recent history of the university recounts several abortive efforts, including one in 1420 under Roman Catholic authority and another in 1429 by Francois de Versonnex. See Marco Marcacci, Historie de L’Universite de Geneve 1558-1986 (Geneva: University of Geneva, 1987), 17. For a pre-history of the Genevan Academy, see also William G. Naphy, „The Reformation and the Evolution of Geneva’s Schools,“ Beat Kumin, ed., Reformations Old and New (London: Scholar Press, 1996), 190-93. Until recently, Charles Borgeaud’s Historie de l’Universite de Geneve (Geneva, 1900) was the standard history.

2  E. William Monter, Calvin’s Geneva (New York: John Wiley & Sons, 1967), 112. The schola privata began classes in fall 1558 and the schola publica commenced in November 1558. Marcacci, 17.

3  Public records for January 17, 1558, refer to the establishment of the college with three chairs (theology, philosophy, Greek). Notice was also given commending the college as a worthy recipient of inheritance proceeds. See Henry Martyn Baird, Theodore Beza (1899), 104.

4  See Donald R. Kelley, Francois Hotman: A Revolutionary’s Ordeal (Princeton: Princeton University Press, 1973), 270.

5  Baird, 106, 113.

6  See my summation in The Genevan Reformation and the American Founding (Lanham, MD: Lexington Books, 2003), 2-4. I am indebted to Dr. James H. Hutson for this fascinating anecdote, which he presents in his The Sister Republics: Switzerland and the United States from 1776 to the Present, 2nd. ed. (Washington, DC: Library of Congress, 1992), 68-76.

7  Jeannine Olson, Calvin and Social Welfare: Deacons and the Bourse Française (Cranbury, NJ: Susquenhanna University Press), 11-12.

8  Cited by Geoffrey Bromiley, „The English Reformers and Diaconate,“ Service in Christ (London: Epworth Press, 1966), 113.

9  Basil Hall, „Diaconia in Martin Butzer,“ Service in Christ (London: Epworth Press, 1966), 94.

David W. Hall (Ph.D., Whitefield Theological Seminary) ist Gemeindeleiter der Midway Presbyterian Church in Powder Springs, Georgia, und leitender Direktor der Calvin500 (www.calvin500.org). Er ist Autor mehrerer Bücher, mit unter anderem, The Legacy of John Calvin (P&R, 2008), und The Genevan Reformation and the American Founding (Lexington, 2005).

Sie haben die Genehmigung dieses Material in jeglichem Format zu reproduzieren und zu verteilen, unter den folgenden Bedingungen: Den Wortlaut nicht zu verändern. Ausser den Produktionskosten nichts zu verlangen. Nicht mehr als 500 Kopien zu produzieren. Alle anderen Ausnahmen müssen ausdrücklich von Modern Reformation genehmigt werden. (webmaster@modernreformation.org).

Dieser Artikel erschien ursrpünglich in der Zeitschrift Modern Reformation, Ausgabe: „Christ in a Post-Christian Culture“ Jan./Feb. Vol. 18 No. 1 2009 Seite 12-13 und wurde mit Genehmigung übersetzt und hier veröffentlicht. Für mehr Information über Modern Reformation, www.modernreformation.org oder  800-890-7556. Alle Rechte urheberrechtlich geschützt.

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